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Shampoo gegen Haarausfall - Wissenschaft oder Werbeversprechen?

Shampoo gegen Haarausfall - Wissenschaft oder Werbeversprechen?

Medical Manager Dr. David Tanganho

8 min

August 17, 2023

Unser Haar ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Aussehens und gilt als Merkmal von Vitalität, Gesundheit und Attraktivität. Leider sehen sich immer mehr Menschen im Laufe des Lebens mit Haarausfall konfrontiert. Es ist also naheliegend, dass der Markt für Mittelchen und Tinkturen gegen Haarverlust regelrecht aufblüht. Diverse Haarpflege-Mittel aus der Drogerie versprechen die Lösung gegen dünner werdendes Haar, Haarbruch und Haarausfall. Vor allem Anti-Haarausfall Shampoo findet bei vielen Kundinnen und Kunden Anklang. Doch ist dieses angebliche Wundermittel zu gut, um wahr zu sein? In diesem Artikel gehen wir der Wirksamkeit von Shampoos gegen Haarausfall auf den Grund und stellen dir zudem einige Alternativen vor.

Was sind Haare eigentlich und woraus bestehen sie?

Haare bestehen wie auch Finger- und Fussnägel aus abgestorbenen Zellen. Das Haar an sich ist nicht “lebendig”, das heisst, es wird nicht durchblutet oder mit Nährstoffen versorgt. Dies ist wichtig zu wissen - den das bedeutet, das äusserliche Behandlungen der Haarlängen sich in der Theorie nicht auf das Wachstum des Haares auswirken können.

Ganz anders ist es jedoch mit dem Haarfollikel, beziehungsweise der Haarwurzel. Sie steckt in der Haut und reicht bis ins Unterhautgewebe, wo sie durchblutet und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Im unteren Ende der Haarwurzel werden ständig neue Zellen gebildet, die miteinander verkleben und dabei verhornen. Weil sich von unten immer mehr verhornte Zellen an das Haar ankleben, schiebt sich das neue Haar allmählich aus der Kopfhaut heraus. Es wächst auf diese Weise etwa einen Zentimeter im Monat.

Haarausfall - Was sind die Ursachen?

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Haare ausfallen können, und sie reichen von genetischen Faktoren bis hin zu Umwelt- und Gesundheitsbedingungen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen für Haarausfall im Detail:

  • Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie): Eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall ist die genetische Veranlagung. Dies betrifft oft Männer, bei denen die Haarfollikel aufgrund von Hormonen empfindlich auf DHT (Dihydrotestosteron) reagieren. Dies führt zu einer allmählichen Verringerung der Haarqualität und -menge. Die androgenetische Alopezie äussert sich in der Regel in folgendem Muster: So beginnt sie oft in Form von Geheimratsecken und Tonsur, bis sie sich schliesslich zu einer Halb- oder Vollglatze ausbildet.
  • Diffuser Haarausfall: Diffuser Haarausfall ist die Art von Haarverlust, bei dem Haare über den gesamten Kopf gleichmässig ausfallen. Dies kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter Stress, Krankheiten, hormonelle Veränderungen, ungesunde Ernährung und Medikamente. Die Haarfollikel befinden sich in der Ruhephase, was zu einem verminderten Haarwuchs und einer vorübergehenden Ausdünnung führt.
  • Haarausfall durch Autoimmunkrankheiten (kreisrunder Haarausfall): Bei Autoimmunkrankheiten wie dem kreisrunden Haarausfall greift das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Haarfollikel an, was zu runden kahlen Stellen auf der Kopfhaut oder anderen behaarten Körperbereichen führt.
  • Haarausfall durch Mangelernährung: Eine unausgewogene Ernährung, die nicht genügend wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Proteine enthält, kann zu Haarausfall führen. Insbesondere Eisen-, Zink- und Biotinmangel können sich negativ auf die Haargesundheit auswirken.
  • Hormonelle Veränderungen: Schwankungen der Hormone können ebenfalls Haarausfall auslösen. Dies tritt häufig während der Schwangerschaft, nach der Geburt, in den Wechseljahren und bei hormonellen Störungen auf. Der Einfluss von Hormonen auf die Haarfollikel kann zu vorübergehendem oder dauerhaftem Haarausfall führen.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten: Einige Medikamente, wie z.B. Chemotherapeutika, Antidepressiva, Blutverdünner und bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck, können Haarausfall als Nebenwirkung haben. In vielen Fällen ist der Haarausfall vorübergehend und kann nach Absetzen der Medikamente wieder nachwachsen.
  • Haarbruch durch Stylen und Färben: Übermässige Hitze, häufiges Stylen, Färben und chemische Behandlungen können zu Haarbruch und dünnem Haar führen. Die Haare werden geschwächt, spröde und brechen leicht ab. Ein schonender Umgang mit den Haaren und die Verwendung von hitze- und haarfreundlichen Produkten können dazu beitragen, Haarbruch zu minimieren und eine gesunde Haarstruktur zu bewahren.

Shampoos gegen Haarausfall: Was steckt dahinter?

Shampoos gegen Haarausfall sind speziell entwickelte Pflegeprodukte, die darauf abzielen, die Haarfollikel zu stärken, die Durchblutung der Kopfhaut zu verbessern und so den Haarausfall zu minimieren. Sie enthalten oft eine Vielzahl von Wirkstoffen, die das Haarwachstum fördern und das Haar kräftigen sollen. Doch was steckt tatsächlich hinter diesen Versprechen?

Das meint die Wissenschaft

Bevor wir einige Neuheiten und altbekannte Klassiker aus der Welt der Anti-Haarausfall Shampoos vorstellen, möchten wir uns nochmals die Beschaffenheit des Haares von Beginn des Artikels ins Gedächtnis rufen. Wie dort angesprochen, besteht der Teil vom Haar, der ausserhalb der Kopfhaut sichtbar ist, aus abgestorbenen Hornzellen. Äusserlich angewendete Produkte wie Shampoos und Spülungen kommen nicht an die Haarwurzel ran, welche sich unter der Hautoberfläche befindet. Folglich können sie sich also nicht grossartig auf das Haarwachstum auswirken.

Vorsicht bei “wissenschaftlich belegter Wirksamkeit” des Shampoos. Viele Hersteller werben mit Statements wie diesem, wobei es sich hierbei oft um “in vitro”-Studien handelt. “In vitro” bedeutet, dass die Wirksamkeit unter Laborbedingungen getestet wurde, und nicht “in vivo”, also an echten Probanden und Probandinnen. Kurze Erklärung zu “in vitro” und “in vivo”: Bei einer “in vitro”-Studie werden Zellkulturen in eine Salzlösung eingelegt und mit einer Substanz (wie beispielsweise Koffein) über ein längeren Zeitraum zusammengebracht. Unter diesen Umständen ist es tatsächlich so, dass die Zellen durch eine Substanz wie Koffein im Wachstum angekurbelt werden. In der Realität sieht es allerdings anders aus: Shampoos haben beim Waschen eine Kontaktzeit von circa 30 bis 60 Sekunden mit der Kopfhaut. Diese Zeitspanne ist viel zu kurz, um auf die Zellen zu wirken und einen sichtbaren Effekt auf das Haarwachstum zu haben.

Das kann die Kosmetik

Wo Haarpflegeprodukte jedoch ins Gewicht fallen, ist die Qualität und das Aussehen des Haares. Obwohl Versprechen wie “Reparatur” des Haares nicht eingehalten werden können, kann Haarbruch und Spliss mit den richtigen Pflegeprodukten vorgebeugt werden. Inhaltsstoffe wie Silikone oder ein stärkendes Öl wie Arganöl können das Haar mit einem glatten Überzug schützen und gewissermassen stabilisieren. Dies kann beim Kämmen und Stylen von Haarbruch schützen und verleiht dem Haar eine glattere Struktur mit weniger Frizz.

Selbstverständlich lohnt es sich auch für verschiedene Pflegebedürfnisse, auf die Wahl des richtigen Shampoos zu achten. Vor allem empfindliche Kopfhaut, fettige Kopfhaut oder gar gereizte, juckende Kopfhaut ist auf ein spezielles Shampoo angewiesen. Denn hier können tatsächlich auch Formen von Haarausfall bekämpft werden, die durch Entzündungen, Pilzerkrankungen oder andere Probleme hervorgerufen wurden.

Shampoos gegen Haarausfall: Was steckt dahinter?

Shampoos gegen Haarausfall sind speziell entwickelte Pflegeprodukte, die darauf abzielen, die Haarfollikel zu stärken, die Durchblutung der Kopfhaut zu verbessern und so den Haarausfall zu minimieren. Sie enthalten oft eine Vielzahl von Wirkstoffen, die das Haarwachstum fördern und das Haar kräftigen sollen. Doch was steckt tatsächlich hinter diesen Versprechen?

Das meint die Wissenschaft

Bevor wir einige Neuheiten und altbekannte Klassiker aus der Welt der Anti-Haarausfall Shampoos vorstellen, möchten wir uns nochmals die Beschaffenheit des Haares von Beginn des Artikels ins Gedächtnis rufen. Wie dort angesprochen besteht der Teil vom Haar, der ausserhalb der Kopfhaut sichtbar ist, aus abgestorbenen Hornzellen. Äusserlich angewendete Produkte wie Shampoos und Spülungen kommen nicht an die Haarwurzel ran, welche sich unter der Hautoberfläche befindet. Folglich können sie sich also nicht grossartig auf das Haarwachstum auswirken.

Vorsicht bei “wissenschaftlich belegter Wirksamkeit” des Shampoos. Viele Hersteller werben mit Statements wie diesem, wobei es sich hierbei oft um “in vitro”-Studien handelt. “In vitro” bedeutet, dass die Wirksamkeit unter Laborbedingungen getestet wurde, und nicht “in vivo”, also an echten Probanden und Probandinnen. Kurze Erklärung zu “in vitro” und “in vivo”: Bei einer “in vitro”-Studie werden Zellkulturen in eine Salzlösung eingelegt und mit einer Substanz (wie beispielsweise Koffein) über ein längeren Zeitraum zusammengebracht. Unter diesen Umständen ist es tatsächlich so, dass die Zellen durch eine Substanz wie Koffein im Wachstum angekurbelt werden. In der Realität sieht es allerdings anders aus: Shampoos haben beim Waschen eine Kontaktzeit von circa 30 bis 60 Sekunden mit der Kopfhaut. Diese Zeitspanne ist viel zu kurz, um auf die Zellen zu wirken und einen sichtbaren Effekt auf das Haarwachstum zu haben.

Das kann die Kosmetik

Wo Haarpflegeprodukte jedoch ins Gewicht fallen, ist die Qualität und das Aussehen des Haares. Obwohl Versprechen wie “Reparatur” des Haares nicht eingehalten werden können, kann Haarbruch und Spliss mit den richtigen Pflegeprodukten vorgebeugt werden. Inhaltsstoffe wie Silikone oder ein stärkendes Öl wie Arganöl können das Haar mit einem glatten Überzug schützen und gewissermassen stabilisieren. Dies kann beim Kämmen und Stylen von Haarbruch schützen und verleiht dem Haar eine glattere Struktur mit weniger Frizz.

Selbstverständlich lohnt es sich auch für verschiedene Pflegebedürfnisse, auf die Wahl des richtigen Shampoos zu achten. Vor allem empfindliche Kopfhaut, fettige Kopfhaut oder gar gereizte, juckende Kopfhaut ist auf ein spezielles Shampoo angewiesen. Denn hier können tatsächlich auch Formen von Haarausfall bekämpft werden, die durch Entzündungen, Pilzerkrankungen oder andere Probleme hervorgerufen wurden.

Produktbeispiele

Hier sind einige beliebte Shampoo-Marken, die sich auf die Bekämpfung von Haarausfall spezialisiert haben:

  • Nioxin System: Nioxin bietet eine Reihe von Shampoo-Systemen an, die je nach Haartyp und Haarausfallgrad ausgewählt werden können. Sie enthalten Inhaltsstoffe wie Biotin, Koffein und Niacinamid, die eine Anti-Haarverlust-Wirkung haben und das Haarwachstum unterstützen sollen. Doch damit nicht genug: Auch für spezielle Pflegebedürfnisse wie trockene Kopfhaut und Schuppen gibt es das passende System. Das Nioxin bietet auch für brüchiges Haar eine Lösung: Ein spezieller Conditioner der stärkt die Haarfaser, was das Haar vor dem Ausdünnen bewahrt.
  • Plantur 39: Dieses Shampoo ist speziell für Frauen konzipiert, die unter hormonell bedingtem Haarausfall leiden (Wechseljahre, Geburt etc.). Es enthält Phyto-Coffein-Komplex, der die Durchblutung der Kopfhaut verbessern und die Haarfollikel stimulieren soll.
  • Alpecin Coffein Shampoo: Auch dieses Shampoo enthält Koffein, das direkt auf die Kopfhaut einwirken und die Haarwurzeln aktivieren soll. In Kombination mit einer stimulierenden Kopfhautmassage kann dazu beitragen, die Haarwurzel zu kräftigen und dem Haarausfall vorzubeugen.
  • L’oréal Aminexil Behandlung: Das Produkt mit Aminexil und Omega 6 liefert es essentielle Nährstoffe, um die Aktivität der Haarwurzeln zu stimulieren, die Verankerung der Haare zu fördern und neues, gesundes und kräftiges Haar wachsen zu lassen sollen.
  • Vichy Dercos: Das Produkt reduziert Haarausfall, der durch brüchiges Haar verursacht wird. Es soll dank Inhaltststoffen wie Glycerin Haarausfall und Haarbruch reduzieren und entwirrt das Haar, ohne es zu beschweren. Dadurch soll das Haar stärker und widerstandsfähiger werden.
  • Kérastase Genesis Auch die Genesis Pflegelinie stärkt dank Keratin und Glycerin das Haar und wirkt Haarbruch entgegen, ohne fettiges Haar und feines Haar zu beschweren.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten gegen Haarausfall

Während Shampoos ein bequemer und unkomplizierter Behandlungsansatz Haarausfall darstellen, gibt es einige fortgeschrittenere Optionen, die sich als wirksamer erweisen können:

Minoxidil: Dieses topische Medikament ist sowohl für Männer als auch für Frauen erhältlich und kann den Haarausfall verlangsamen und das Haarwachstum fördern.

Finasterid: Ein verschreibungspflichtiges Medikament, das oral eingenommen wird und bei männlichem Haarausfall helfen kann, indem es die Produktion von DHT reduziert, dem Hormon, das zum Haarausfall beiträgt.

PRP Eigenblut Behandlung: Unter den fortschrittlichsten Methoden zur Behandlung von Haarausfall sticht die PRP Eigenblut Behandlung hervor. Diese innovative Technik nutzt das körpereigene Plasma, welches reich an Wachstumsfaktoren ist, um die Regeneration der Haarfollikel anzuregen. Durch die Injektion des PRP in die Kopfhaut können die Haarfollikel gestärkt, das Haarwachstum stimuliert und der Haarausfall reduziert werden. Die Injektion von PRP hat sich im zur Verstärkung von Haarwachstum als äusserst wirkungsvoll erwiesen und wird in verschiedenen Bereichen der Medizin und Ästhetik angewandt.

Haartransplantation: Für fortgeschrittenen Haarausfall kann eine Haartransplantation in Erwägung gezogen werden. Hierbei werden gesunde Haarfollikel von einer Spenderregion auf die kahle Stelle transplantiert. Nachdem sie im Empfängerareal erfolgreich eingeheilt sind, produzieren sie dort ein Leben lang Haare.

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PRP Behandlung

ab CHF 100.–/Monat

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Fazit

Insgesamt gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, dem Haarausfall entgegenzuwirken, sei es durch medikamentöse Behandlungen, PRP Eigenbluttherapien oder gar Transplantationen.

Dermatologen und Trichologen sind sich allerdings einig, dass Shampoos gegen Haarausfall in den wenigsten Fällen tatsächlich wirksam sind. Sie können die Haargesundheit allerdings unterstützen, was unter Umständen auch Haarausfall entgegenwirken kann.

Wenn du mehr über fortschrittliche Haarbehandlungen wie die PRP Eigenblut Behandlung erfahren möchten, sind wir bei HAIR & SKIN, dem Marktführer für PRP Haarbehandlungen und Haartransplantationen, gerne für dich da. Vereinbare noch heute einen kostenlosen Beratungstermin inklusive Hair Scan um herauszufinden, wie wir dir zu vollem und gesundem Haar verhelfen können.

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