Haarausfall

Mittel gegen Haarausfall: Das können wir tun

Medical Director Dr. Hans-Georg Dauer

Juni 15, 2022

Haarausfall ist mehr als nur ein kleiner Schönheitsmakel. Für viele ist er ein tiefer Schnitt ins Selbstbewusstsein. Ohne volles Haar fühlen sie sich nicht wohl in ihrer Haut. Verständlich, dass sie für ein lebendiges Haarkleid keine Kosten und Mühen scheuen. Jedes Anti-Haarausfall-Rezept kommt ihnen recht.

Doch welche Mittel gegen Haarausfall helfen wirklich und von welchen sollten wir lieber die Finger lassen? Hair & Skin hakt nach.

Haarausfall - Diese Hausmittel wirken Wunder

Es besteht kein Zweifel: Die Ursache Nummer 1 für Haarausfall sind die Gene. Doch unser Erbgut ist längst nicht der einzige Haarausfall-Trigger. Gelegentlich ist auch unser Lebensstil schuld am spärlichen Haarwuchs. Besonders skeptisch müssen wir bei der Ernährung sein. Denn nicht selten verbirgt sich ein Nähr- und Mineralstoffmangel hinter dem Haarverlust.

Spurenelemente – das heimliche Lebenselixier der Haarwurzel

Haben wir zu wenig Spurenelemente wie Eisen, Zink oder Selen im Körper, müssen wir uns über kurz oder lang von der vollen Haarpracht verabschieden. Der Grund: Spurenelemente spielen eine Hauptrolle beim Haarstoffwechsel. Ohne sie fehlt ein wichtiges Puzzleteil.

Ganz besonders schwer trifft uns ein Mangel an Eisen. Sind unsere Eisenspeicher nahezu aufgebraucht, verlieren unsere Haarwurzeln Schritt für Schritt an Kraft, Glanz und Stabilität. Im Worst Case gehen sie uns sogar komplett verloren.

Gerade bei Frauen endet ein anhaltender Eisenmangel häufig mit Haarverlust. Denn insbesondere nach der Periode oder nach der Geburt erleidet der weibliche Körper schnell einen starken Blutverlust. Und je mehr Blut er verliert, desto mehr Eisen verliert er.

Du hast Verdacht auf Eisenmangel? Dann zögere nicht lange und lass vom Arzt deines Vertrauens ein Blutbild erstellen. Dann hast du in wenigen Tagen endlich Gewissheit.

Nicht aber nur Eisen, auch Zink, Kupfer oder Selen stehen in Zusammenhang mit Haarausfall. Bekommt unser Körper nicht genug von den wertvollen Spurenelementen ab, verschlechtert sich prompt die Qualität von Haut, Haaren und Nägeln. Sie wirken müde, schlapp und leblos.

Doch das muss nicht sein. Mit ein klein wenig Achtsamkeit beim nächsten Einkaufsbummel bekommst du die Mängelernährung schnell wieder in den Griff. Diese Lebensmittel sind im Einkaufskorb ausdrücklich erwünscht:

  • Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen)
  • Vollkornprodukte (Reis, Brot, Pasta)
  • Eier
  • grünes Gemüse (Brokkoli, Spinat, Lauch)

Vitamine – Frischekick für das Haar

Neben Spurenelementen ist unser Körper auch verrückt nach Vitaminen. Insbesondere von Vitamin B7, besser bekannt als Biotin, können unsere ausgehungerten Haarwurzeln gar nicht genug kriegen – immer her mit den Delikatessen. Schliesslich spielt Biotin eine Schlüsselrolle bei der Synthese von Haut, Haar und Nägeln. Also, worauf wartest du noch? Schnapp dir diese Biotin-Wunder und erwecke dein Haar wieder zu Leben:

  • Milch
  • Haferflocken
  • Eier
  • Nüsse & Samen
  • Champignons
  • Sojabohnen

Nicht aber nur Biotin, auch Vitamin D finden unsere Haarwurzeln köstlich. Verständlich, schliesslich versorgt das Sonnen-Vitamin unseren Organismus mit kostbaren Nährstoffen. Also nichts wie raus an die frische Luft und Sonne tanken. Doch was machen wir im Winter? Keine Sorge, mit den richtigen Lebensmitteln im Kühlschrank dürfen wir uns auch bei Extremtemperaturen an kräftigen und gesunden Haaren erfreuen. Am besten greifst du regelmässig zu diesen leckeren Haar-Boostern:

  • Fisch (Makrele, Hering, Lachs)
  • Lebertran
  • Eigelb
  • Margarine
  • Speisepilze

Gut zu wissen: Dein Ernährungsplan ist top und trotzdem lässt sich der Nährstoffmangel nicht aus der Welt schaffen? Keine Panik, mit qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln bekommst du das Problem schneller in den Griff. Am besten lässt du dich in der Apotheke oder Drogerie deines Vertrauens beraten.

Kosmetische Hilfsmittel aus der Drogerie

Auch in der Drogerie werden Alopezie-Patienten schnell fündig. Insbesondere mit Coffein Shampoos sind die Regale gut gefüllt – allen voran mit Alpecin. Ihr kleines Erfolgsgeheimnis: Koffein. Denn nicht nur morgens in der Kaffeetasse, auch auf der Kopfhaut soll der Wachmacher wahre Wunder wirken. Zuverlässig kurbelt er die Durchblutung der Kopfhaut an, verbessert so die Nährstoffversorgung der müden Haarwurzeln und bringt das Haarwachstum in Fahrt. Ein weiteres Plus: Die Shampoos, Haarwasser und Tinkturen mit Koffein sollen die Kopfhaut vor dem Haarausfall-Hormon DHT schützen.

Doch wie wirksam sind die Koffein-Produkte wirklich? Die Werbung überschlägt sich zwar mit Lob, die Dermatologen halten sich jedoch zurück. Nicht selten kritisieren sie die angepriesenen Geheimwaffen gegen Haarausfall als heisse Luft. Denn in Wirklichkeit lässt die belebende Wirkung oft auf sich warten. Und der grösste Nachteil: Sobald wir die Produkte nicht mehr benutzen, stoppt der Anti-Haarausfall-Effekt. So sind Koffeinshampoos & Co. nur eine Lösung auf Zeit.

Auf die richtige Haarpflege kommt es an

Nicht aber nur mit Anti-Haarausfall-Mitteln kann die Drogerie dienen. Auch an Pflegeprodukten mangelt es hier nicht. Uninteressant? Keineswegs, denn bei Haarverlust kommt es selbstverständlich auch auf die richtige Haarpflege an. Wie wäre es mit ein paar simplen Tipps vom Profi?

  • Benutze milde Pflegeprodukte, im Idealfall ohne Silikone, Paraffine und Parabene. Sie strapazieren nur unnötig die sensiblen Haarfollikel.
  • Gönne deinem Haar einmal pro Woche eine reichhaltige Haarkur mit natürlichen Wirkstoffen.
  • Massiere deine Kopfhaut mit Haaröl. Wie wäre es zum Beispiel mit Kokosöl? Das regt die Durchblutung an und riecht nebenbei auch noch verführerisch exotisch.
  • Verzichte möglichst auf enge Haargummis mit rauen Metallelementen. Besser dran bist du mit seidigen Scrunchies. Sanft umschliesst der Trend aus den 1980er-Jahren dein Haar, zaubert tolle Frisuren und schont ganz nebenbei auch noch die Kopfhaut – Jackpot.
  • Kämme dich nach der Haarwäsche mit einer hochwertigen Bürste mit Naturhaarborsten. Sie entwirrt dein Haar, ohne es zu belasten.

Medizinische Mittel gegen Haarausfall

Nicht nur die Drogerie, auch die Medizin entwickelt vielversprechende Lösungen gegen Haarverlust. Eine davon ist der Wirkstoff Minoxidil, der seine Berühmtheit speziell dem Anti-Haarausfall-Mittel Regaine zu verdanken hat.

Gerade bei erblich bedingtem Haarverlust steht Minoxidil hoch im Kurs. Ob als Lösung oder als Shampoo – Minoxidil steigert nachweislich die Durchblutung der Kopfhaut. Und je besser die Durchblutung der Kopfhaut, desto besser die Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen. Und je mehr Nährstoffe die Haarwurzeln aufnehmen, desto dichter, gesünder und kräftiger das Haarkleid.

Grosser Beliebtheit erfreut sich auch der Wirkstoff Finasterid. Sein Erfolgskonzept: Er stoppt die sogenannte Enzym 5-alpha-Reduktase, was die Konzentration an Dihydrotestosteron (DHT) senkt. Und je weniger DHT im Umlauf ist, desto besser sind die Haarwurzeln geschützt.

Achtung: Medizinische Mittel wie Minoxidil und Finasterid klingen zwar im ersten Moment nach Traumlösung, sind es aber oft nicht. Schliesslich müssen wir die Präparate dauerhaft einnehmen, um unseren Haarverlust unter Kontrolle zu bringen. Setzen wir sie ab, schreitet die Alopezie weiter voran.

Die Eigenblutbehandlung

Gute Nachrichten für alle Haarausfall-Geplagte: Die ästhetische Haarmedizin hat eine revolutionäre neue Methode entwickelt – die Eigenblutbehandlung. Das Prinzip: Mit deinem eigenen Blut bringst du deine müden Haarwurzeln wieder in Schwung. Denn hättest du gedacht, dass dein Blut eine echte Nährstoff-Granate ist? Schon eine kleine Menge füttert die hungrige Kopfhaut mit vielen kostbaren Wirkstoffen.

Und so einfach geht's:

  • Zuallererst entnimmt dir der Arzt Blut. Aber keine Sorge: Eine kleine Menge reicht ihm schon.
  • Anschliessend bereitet er dein Blut in einer Zentrifuge auf. So verschafft er sich Zugang zu den vielen wertvollen Nährstoffen.
  • Nun isoliert er das nährstoffreiche Blutplasma von den restlichen Bestandteilen. Er pickt sich sozusagen das Beste heraus.
  • And last but not least: Er injiziert das natürliche Nährstoffbündel in die angeschlagene Kopfhaut.

Übrigens: Du suchst einen Fachmann für die Eigenblutbehandlung in deiner Nähe? Was sagst du dann zu Hair & Skin? Wir sind Schweizer Marktführer für ästhetische Haarbehandlungen. Ob in Zürich, Basel oder Bern – in der ganzen Schweiz stehen dir unsere Experten mit ihrem Fachwissen zur Seite.

Die Haartransplantation

Eine Alternative zur Eigenblutbehandlung ist die Haartransplantation. Dauerhaft frischt sie kahle Stellen und lichte Partien auf der Kopfhaut auf – und zwar mit Eigenhaar. Aus einem kräftig bewachsenen Spenderbereich, meist am Hinterkopf, entnimmt der Mediziner gesunde Haarwurzeln und pflanzt sie in die Problemzonen ein.

Um die Spenderhaare mit dem Empfängerbereich fest verwurzeln zu können, legt der Mediziner winzige Kanäle auf der Kopfhaut mit einer hauchfeinen Klinge frei. Denn je schmäler die Kanäle, desto geringer ist später das Narbenrisiko.

Sind die Kanäle geöffnet, beginnt der Arzt mit der Transplantation. Schritt für Schritt fügt er die einzelnen Haarwurzeln ein – entlang der natürlichen Wuchsrichtung versteht sich. Schliesslich sollen sich die Transplantate so harmonisch und natürlich wie möglich in das vorhandene Haarkleid einreihen.

Das Besondere an der Haartransplantation: Die neuen Haare bleiben dir dauerhaft erhalten. Bis es so weit ist, brauchst du aber noch ein klein wenig Geduld. Der Grund: Direkt nach dem Eingriff kommt es in den meisten Fällen zum Shock Loss. Plötzlich fallen die frisch verpflanzten Haarwurzeln wieder aus. Das löst natürlich erst einmal Panik aus. Was passiert da gerade?

Aber mach dir keine Sorgen: Das geht alles mit rechten Dingen zu. Die Haarwurzeln sind einfach nur angeschlagen von der Behandlung, da sie zu lange von der natürlichen Nährstoffversorgung des Körpers abgeschnitten waren. Das haben sie schlecht verkraftet.

Nach dem ersten Schock aber erholen sie sich schnell wieder. Schon nach 2 bis 3 Monaten Wartezeit wachsen die verlorenen Haarwurzeln allmählich nach. Zuerst bildet sich ein feiner Flaum, der im Laufe der Zeit aber immer dichter und kräftiger wird.

Das finale Ergebnis erreichst du nach 9 bis 12 Monaten Regenerationszeit. Jetzt sind die Glatzen, kahlen Stellen und Geheimratsecken gut unter dichtem Spenderhaar versteckt. Und schon ist das Problem gelöst: Endlich musst du dich nicht mehr mit deiner Alopezie herumärgern.

Das hört sich doch gut an. Jetzt denkst auch du über eine Haartransplantation nach? Nur eines fehlt dir noch zur neuen Haarpracht – ein erfahrener Spezialist in der Schweiz? Wir wüssten da jemanden – Hair & Skin. Unsere Fachleute sind auf die ästhetisch-medizinische Behandlung spezialisiert. Seit vielen Jahren machen sie Alopezie-Patienten mit ihrem Feingefühl glücklich. Vielleicht auch bald dich?

Real Talk - Wieso kommt es überhaupt erst zu Haarausfall?

Die Diagnose "Haarausfall" ist keine seltene Diagnose. Im Gegenteil: Jede vierte Frau und jeder zweite Mann bekommt sie mindestens einmal im Leben zu hören. Umso lauter ist die Frage nach dem Warum. Wieso leiden so viele an krankhaftem Haarverlust?

Warum fassen wir nicht die häufigsten Ursachen gemeinsam zusammen?

  • die Gene: Die häufigste Form von Haarausfall ist die androgenetische Alopezie. Hier treibt das Hormon Dihydrotestosteron sein Unwesen. Nach und nach bringt es uns um unsere gesunden Haarwurzeln. Das Kuriose: Der Hinterkopf scheint immun gegen DHT. Er lässt sich von dem Haarausfall-Hormon wenig beeindrucken.
  • Alopecia areata: In seltenen Fällen bilden sich münzgrosse, kahle Stellen auf der Kopfhaut. Das Besondere: Sie sind kreisund – daher auch der Name kreisrunder Haarausfall. Insgesamt sind rund 2 Prozent der Bevölkerung von der seltenen Erkrankung betroffen. Die genaue Ursache ist bislang nicht bekannt. Forscher vermuten allerdings eine heftige Autoimmunreaktion des Körpers hinter dem Leiden. Er beginnt, sich selbst zu bekämpfen – leider auch seine gesunden Haarzellen.
  • diffuser Haarausfall: Folgt die Alopezie keinem bestimmten Muster wie bei der androgenetischen Alopezie oder der Alopecia areata, ist von diffusem Haarverlust die Rede. Sprich: Das gesamte Haarkleid lichtet sich. Dies ist häufig in den Wechseljahren oder nach der Geburt zu beobachten. Doch auch bei chronischem Stress oder Mangelerscheinungen wie zum Beispiel Eisenmangel schlägt der diffuse Haarausfall gerne zu. Hin und wieder ist die diffuse Alopezie aber auch Medikamenten geschuldet. Denn wusstest du, dass Haarausfall eine häufige Nebenwirkung von Arzneimitteln ist?

Haarausfall – ein Makel, der sich beheben lässt

Bei der Diagnose Haarausfall geraten wir erst einmal in Panik: Oh nein, dagegen sind wir doch machtlos. Müssen wir jetzt unser Leben lang mit Geheimratsecken, kahlen Stellen oder gar einer Glatze herumlaufen? Keine prickelnde Vorstellung.

Nein, das muss nicht sein. Wir von Hair & Skin sind überzeugt: Haarausfall ist kein Schicksal, das sich nicht mehr umkehren lässt. Ganz im Gegenteil: Mit den richtigen Mitteln bekommen wir unsere alte Haarpracht zurück. Da hätten wir zum Beispiel die Eigenblutbehandlung oder die Haartransplantation.

Wie genau du am Ende gegen deine lichten Partien vorgehst, entscheiden wir einfach im persönlichen Gespräch. Lass uns in Ruhe über dein Problem sprechen und in entspannter Atmosphäre deine medizinischen Möglichkeiten durchgehen.

Und übrigens: Haben wir dir schon von unserer kostenlosen Haaranalyse erzählt?

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