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Haarausfall

Was sind Grafts?

Medical Director Dr. Hans-Georg Dauer

März 24, 2022

Hast du schon einmal nach Haarausfall recherchiert? Dann bist du dabei sicher auf den Begriff «Graft» gestossen und hast verdutzt die Augenbrauen hochgezogen. «Graft, was ist das denn bitte?», hast du dich gefragt. Warum schlagen wir nicht gemeinsam im Haarverlust-Lexikon nach?

Kommen wir zunächst einmal zum Sprachlichen. «Graft» stammt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie «Transplantat». Und unter Transplantat verstehen wir in der Medizin die Verpflanzung von organischen Körperteilen zu heilsamen Zwecken. Dabei begegnet uns ein Transplantat in den unterschiedlichsten Formen – von Gewebe und Zellen bis hin zu Organen und ganzen Organsystemen (z.B. Hände, Füsse).

Kann dann also auch ein Haar zum Transplantat werden? Exakt, genau das passiert bei einer Haartransplantation. Doch Vorsicht: Die Rede ist hier nicht von einem einzelnen Haar. Vielmehr geht es um Haarfollikel – nicht aber nur um ein einzelnes Haarfollikel. Nein, tatsächlich kann ein Graft gleich aus mehreren Haarfollikel bestehen.

Ist dies der Fall, haben wir es mit einer sogenannten follikulären Einheit zu tun.

Fassen wir nochmal kurz zusammen: Besteht ein Graft aus nur einem Haar, nennen wir es Single Graft. Besteht ein Graft jedoch aus mehreren Haaren, ist es ein sogenanntes Multi Graft.

Wie viele Haarfollikel sich in einem Multi Graft befinden, ist dem Zufall geschuldet. Während sich das eine mit zwei Haarfollikel begnügt, darf sich das andere über fünf Haarfollikel freuen.

Die genaue Anzahl der Haarfollikel spielt bei der Transplantation eine grosse Rolle. Denn nicht jedes beliebige Graft passt auch in jede beliebige Kopfregion. Ganz im Gegenteil: Für die Haarlinie benutzt ein guter Chirurg meist nur Single Grafts, also ein einzelnes Haarfollikel. Nur so erzielt er ein bestechend natürliches Resultat. Würde er die Haarlinie hingegen mit reichlich Multi Grafts bestücken, ginge dies auf Kosten der Natürlichkeit. Das Ergebnis hätte grosse Ähnlichkeit mit einem Besenstiel.

Für eine füllige Kopfmitte verwendet der Mediziner jedoch mehr Multi Grafts als Single Grafts. Der Grund: Mithilfe von Multi Grafts kann er die kahlen Stellen und lichten Partien auf der Kopfhaut merklich schneller und effektiver auffüllen.

Ein kleines Beispiel gefällig?

Würde der Chirurg 3.000 Single Grafts verpflanzen, wäre dein Kopf um genau 3.000 Haare reicher. Dasselbe Resultat gelingt ihm mit rund 1.000 Multi Grafts mit jeweils drei Haarfollikel. So verpflanzt er ebenfalls 3.000 frische Haare, aber mit deutlich weniger Arbeitsaufwand.

Puh, das mit den Grafts kann ganz schön verwirrend sein. Wie wäre es nochmal mit einer kleinen Zusammenfassung zum besseren Verständnis?

  • Graft = Transplantat
  • Single Graft = Haarfollikel
  • Multi Graft = 1 follikuläre Einheit
  • Haarfollikel = 1 einzelnes Haar
  • Follikuläre Einheit = 2 bis 5 einzelne Haare

Graft, Single Graft vs. Multi Graft – wer muss das wissen?

Warum sprechen wir eigentlich so detailliert über die Unterschiede zwischen Grafts? Ganz einfach: Jeder, der ernsthaft über eine Haartransplantation nachdenkt, sollte dieses Wissen im Gepäck haben. Denn leider wimmelt es auf dem Transplantationsmarkt nur so vor schwarzen Schafen, die mit allen Mitteln versuchen, dich über den Tisch zu ziehen.

Für gewöhnlich berechnet sich der Preis der Behandlung pro Graft oder nach einer bestimmten Anzahl an Grafts. Und genau hier kommt das Problem: Denn inzwischen wissen wir, dass 5.000 Grafts mal mehr und mal weniger Haare bedeuten. Das kommt eben ganz darauf an.

Der grosse Trick der Kliniken: Da sich follikuläre Einheiten auch teilen lassen, nehmen einige Kliniken diese Teilung dankbar an. Denn dadurch können sie deutlich weniger Grafts verpflanzen. Anders ausgedrückt: Du bekommst weniger Fülle im Spenderbereich für dein Geld.

Ein weiteres Problem: So mancher Klinik mangelt es an Fachwissen, sodass sie die Haarlinie des Patienten mit vielen Multi Grafts ausstattet. Und am Ende wundert sich der Patient über das unnatürliche, besenähnliche Ergebnis. So hatte er sich seine Traumfrisur wohl nicht vorgestellt.

Halten wir fest: Am besten informierst du dich vor dem Eingriff intensiv über das Thema Graft – sei es vor der FUE Methode (Hohlnadel Methode) oder vor der DHI Technik. Anschliessend bittest du deine Wunschklinik um ein Beratungsgespräch und testest die Experten ein wenig aus. Erklären sie den Unterschied zwischen Single Graft und Multi Graft? Und wissen sie, welche Art von Grafts in die Haarlinie gehört? Fühle ihnen ruhig auf den Zahn.

Grafts – der Hauptakteur der Haartransplantation

Mittlerweile wissen wir, was ein Graft ist. Selbst der Unterschied zwischen Single Graft und Multi Graft ist uns jetzt bekannt. Warum unterhalten wir uns dann nicht ein wenig ausführlicher über die Rolle und Wirkung der Grafts bei der Haartransplantation?

Grafts sind im Grunde nichts anderes als die Hauptakteure bei der Haartransplantation. Ohne sie geht nichts – egal, ob bei der FUE Haarverpflanzung oder der DHI Methode. Bei jeder Transplantationstechnik stehen Grafts im Rampenlicht.

Wie genau funktioniert die Entnahme und Verpflanzung der Grafts bei der FUE Methode?

Zunächst geht es an die Betäubung des Spenderbereichs. Doch keine Sorge: Eine örtliche Betäubung ist bei der Haartransplantation völlig genug. Mithilfe von feinsten Injektionsnadeln wird der Kopfhaut das sanfte Betäubungsmittel verabreicht. Der grosse Vorteil: Der Patient ist während des gesamten Eingriffs bei vollem Bewusstsein. Sogar Lesen, Musik hören, Fernsehen oder Toilettenbesuche sind ohne Probleme möglich.

Zeigt die örtliche Betäubung Wirkung, knöpft sich der behandelnde Arzt den Spenderbereich vor. Meist fokussiert er sich dabei auf den Hinterkopfbereich – aus triftigem Grund. Denn für gewöhnlich ist der Hinterkopf kräftig bewachsen – und zwar mit robusten Haarfollikel, die meist gegen Haarausfall immun sind. Wenn das nicht die idealen Kandidaten für gelungene Haartransplantationen sind.

Anschliessend entnimmt der Chirurg mithilfe einer feinen Hohlnadel mit einem Durchmesser von 0,65 mm bis 1,0 mm die gewünschte Anzahl an Grafts. Schritt für Schritt löst er sie aus dem Haarkranz heraus. Die einzelnen Haare werden sozusagen aus der Kopfhaut herausgezupft oder herausgepflückt. Nicht ohne Grund spricht man auch von der Zupf- oder Pflücktechnik.

Direkt nach der Entnahme kommen die zu transplantierenden Grafts erst einmal in eine gekühlte Nährstofflösung. In der reichhaltigen Flüssigkeit sind die sensiblen Transplantate schliesslich am besten vor mechanischen Schäden oder vor dem Austrocknen geschützt. Denn je kürzer die Transplantate von der Nährstoffversorgung abgeschnitten sind, desto höher sind später ihre Überlebenschancen.

Es folgt eine Kontrolle der entnommenen Grafts – entweder mit dem Mikroskop oder einer Speziallupe. Sorgfältig begutachtet der Mediziner die einzelnen Spenderhaare und sortiert beschädigte Exemplare umgehend aus. Nur die kräftigsten haben sich einen Platz im Haarkleid verdient. Im Anschluss unterteilt er die «guten Grafts» in Gruppen nach ihrer Haaranzahl, um sie bei der Verpflanzung besser unterscheiden zu können.

Jetzt steht der Haartransplantation nichts mehr im Weg. Dafür wird zuallererst der Empfängerbereich auf der Kopfhaut örtlich betäubt. Im nächsten Schritt legt der Mediziner mithilfe von feinsten Spezialnadeln winzige Empfangskanäle für die Haarwurzeln frei. Dabei berücksichtigt er stets die jeweilige Grösse der Haarfollikel-Gruppen.

Bei der Freilegung der Empfangskanäle sind höchstes chirurgisches Geschick und reichlich Erfahrung gefragt. Denn hier müssen nicht nur die Abstände zwischen den einzelnen Haarfollikel stimmen, sondern auch die Winkel, in denen die Grafts in die Kopfhaut eingepflanzt werden. Nur so macht das Ergebnis später einen bestechend natürlichen Eindruck, ganz ohne Fremdkörper-Effekt.

Als Nächstes füllt der Chirurg die soeben freigelegten Kanäle in der Kopfhaut mit kräftigem Spenderhaar auf. Dies geschieht manuell und mit einer feinen Pinzette. So behält er sich die volle Kontrolle bei der Verpflanzung. Winkelgenau platziert er die einzelnen Grafts entlang der Wuchsrichtung.

Fast geschafft: Sind alle Grafts an Ort und Stelle, erfolgt die Qualitätskontrolle. Gewissenhaft überprüft der behandelnde Arzt alle transplantierten Haare auf Dichte, Einsatzwinkel und Platzierung. So lassen sich kleine Ungereimtheiten noch rechtzeitig korrigieren.

Ist alles gut verlaufen, schliesst der Mediziner die Transplantation ab. Jetzt ist es Zeit für die Regeneration der frisch verpflanzten Grafts. Die nächsten Wochen und Monate sollen die Haarfollikel die kahlen Stellen, Glatzen und Geheimratsecken Schritt für Schritt auffüllen.

Wann kann ich nach der Haartransplantation mit Ergebnisse rechnen?

In den ersten fünf Tagen nach dem Eingriff verwurzeln sich die frisch verpflanzten Haare mit der Kopfhaut. Doch dieser erste Wachstumsschub ist leider nur von kurzer Dauer. Rund 95 Prozent der Grafts fallen innerhalb den ersten zwei bis drei Wochen nach der Behandlung wieder aus.

Dieses Phänomen hat sogar einen Namen. Wir nennen es Shock Loss. Da die Haarwurzeln während der OP kurze Zeit von ihrer natürlichen Nährstoffversorgung abgetrennt wurden, waren sie grossem Stress ausgesetzt. Die Folge: Sie gehen uns verloren.

Aber keine Panik: Nach dem Shock Loss geht es erst richtig los. Haben sich die Haarwurzeln erst einmal von der Strapazen der OP erholt, fangen sie wieder an, zu wachsen. Ab dem dritten postoperativen Monat geben die Grafts wieder Gas.

Zunächst wächst ein feiner Flaum nach. Dieser wird im Laufe der Wochen und Monate aber zunehmend länger, fülliger und kräftiger.

Wann genau mit dem finalen Ergebnis zu rechnen ist, ist von Patient zu Patient verschieden. Generell unterscheiden wir zwei Gruppen von Patienten:

  • Fast Grower: Mehr als 80 Prozent der Patienten sind Fast Growers. Sie haben Glück: Bei ihnen zeigt sich das Endresultat bereits nach insgesamt zwölf Monaten.
  • Slow Grower Die restlichen 20 Prozent der Patienten gehören zu den Slow Growers. Sie müssen sich ein klein wenig länger gedulden. Aber spätestens nach 18 Monaten ist die jugendliche Frische auch bei ihnen zu sehen.

Wie viele Grafts benötige ich?

Wie viele Grafts der Patient für ein volles und kraftvolles Haarkleid benötigt, ist völlig individuell. Möglich sind zwischen 500 und 6.000 Grafts.

Für kleine kahle Stellen oder Geheimratsecken reicht oft schon eine kleine Menge an Grafts für eine merklich frischere Optik aus. Bei grösseren lichten Partien sowie Halb- und Vollglatzen braucht es für das jugendliche Strahlen meist eine grössere Menge an Grafts.

Sehen wir uns gemeinsam ein Beispiel an:

Wer die Tonsur, also den Bereich am Hinterkopf, mit Eigenhaar auffüllen lassen will, muss ein gutes Mittelmass finden. Es dürfen nicht zu wenige Grafts sein. Ansonsten schimmert die Kopfhaut immer noch sichtbar durch die Transplantate hindurch und raubt uns Vitalität. Zu viele Grafts aber dürfen es auch nicht sein. Schliesslich soll sich das Eigenhaar so natürlich und unauffällig wie möglich in das bestehende Haarkleid einfügen.

Für ein ideales Ergebnis am Hinterkopf empfehlen Experten in der Regel 70 Grafts pro Quadratzentimeter. Allerdings ist diese allgemeine Richtlinie mit Vorsicht zu geniessen. Denn meist bleibt an der Tonsur gar nicht der erforderliche Platz für diese hohe Haardichte.

Am besten lässt du dich vor der Transplantation ausführlich vom Arzt deines Vertrauens zur idealen Anzahl der Grafts beraten. Gemeinsam findet ihr eine Lösung, die deinen persönlichen Haartraum in Erfüllung gehen lässt.

Wie viel kostet eine Haartransplantation?

Der Preis einer Haartransplantation hängt stets von der benötigten Anzahl an Grafts ab. Und da diese von Patient zu Patient individuell ausfällt, tut es auch der Preis.

Wie viele Grafts für ein perfektes Resultat du benötigst und wie viel finanziell dabei auf dich zukommt, klärst du am besten im Vorfeld mit dem Arzt des Vertrauens.

Einen kleinen Vorgeschmack gibt dir die Preisliste von HAIR & SKIN. Sieh dich in Ruhe auf unserer Website um und mach dir ein erstes realistisches Bild von den Kosten deiner Haartransplantation.

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Du bist auf der Suche nach einem erfahrenen Transplantationsspezialisten, der dich ehrlich und kompetent zur idealen Grafts-Menge berät? Dann ist HAIR & SKIN dein Ansprechpartner. Unser Team an Fachkräften überzeugt mit fachlicher Expertise, medizinischem Weitblick und menschlicher Grösse. Bei uns bekommst du ein Angebot, das zu 100 Prozent zu dir passt.

Und so läuft deine Haartransplantation bei uns ab:

  • Schritt 1: Lass dich kostenlos von unseren Experten an einem Standort in deiner Nähe beraten – ob in Aarau, Basel, Bern, Lausanne, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Zürich.
  • Schritt 2: Unser erfahrenes Ärzteteam führt eine Haaranalyse mit dir durch und erarbeitet deinen ganz persönlichen Behandlungsplan.
  • Schritt 3: Freue dich auf eine individuelle und diskrete Behandlung in unseren modernen Kliniken. Und keine Sorge: Bei HAIR & SKIN bist du nicht einer von vielen. Für uns bist du etwas ganz Besonderes. Denn eine empathische und persönliche Behandlung gehört zum Wohlfühlen einfach dazu.
  • Schritt 4: Besuche uns zur Nach- und Abschlusskontrolle. Übrigens: Unsere Beratungs- und Kontrolltermine sind für dich kostenlos.

Genau so hast du dir deine Behandlung immer vorgestellt? Dann freuen wir uns, dich bald kennenzulernen.

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