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Haarausfall

Haaranalyse: Was Haare über den Menschen preisgeben

Medical Director Dr. Hans-Georg Dauer

Juni 9, 2022

Haare sind wie ein offenes Buch. Gerade unter dem Mikroskop werden sie zu echten Geschichtenerzählern. Nicht ohne Grund nutzt sie die Analytik rege zur Spurensuche. Ganz egal ob Kopfhaare oder Körperhaare – die feinen Gebilde spielen eine Hauptrolle bei medizinischen und kosmetischen Analysen. Ohne sie wären unsere Laboratorien nur halb so gut ausgerüstet.

Doch welche Formen der Haaranalytik gibt es eigentlich, welche Ziele verfolgen sie und sind sie wirklich eine sinnvolle Alternative zur Urin- und Blutprobe? Gehen wir der Sache gemeinsam auf den Grund.

Formen der Haaranalytik

Wusstest du, dass sich in deinen Kopf- und Körperhaaren Drogen nachweisen lassen? Ganz genau, deshalb verlangt die Polizei bei Verdacht auf Drogenkonsum stets eine Haarprobe.

Nicht aber nur zu kriminalistischen Zwecken kommt die Haaranalyse zum Einsatz. Sie steht auch im Dienste der Gesundheit. Denn wie liesse sich unser Mineralstatus einfacher nachweisen als mit einer Haarprobe? Zuverlässig ermittelt die Haarmineralanalyse den Status der Spurenelemente in unserem Körper. Welche Spurenelemente fehlen uns? Und wie sieht es mit unseren Mineralstoff-Vorräten aus? Müssen wir sie aufstocken?

Eng mit der gesundheitlichen Analyse verknüpft ist die kosmetische Analyse. Denn wirken unsere Haarsträhnen müde, kraftlos und schlapp, müssen wir die Ursache dafür herausfinden. Und wie ginge das besser als mit einer Haaranalyse? Zuverlässig prüft sie unsere Mineralstoff- und Spurenelement-Speicher und spürt potenzielle Mängel auf.

Jetzt wissen wir, woran wir sind und können das Problem angehen – zum Beispiel mit einer ausgewogeneren Ernährung, hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln, mehr Bewegung an der frischen Luft oder reichhaltigen Pflegeprodukten passend zum Haartyp. Und schon beginnen die mitgenommenen Haarwurzeln mit der Regenerationsphase.

Übrigens: Auch bei Haarausfall hat sich die Haaranalyse bewährt. Aus gutem Grund: Schliesslich gibt sie Rückschlüsse über die Ursache des kosmetischen Makels. Warum verlieren wir Haare? Leiden wir an erblich bedingter Alopezie? Ist es eine Alopecia areata? Oder steckt vielleicht ein hartnäckiger Eisenmangel dahinter?

Wie läuft eine Haaranalyse ab?

Zuallererst findet bei der Haaranalyse eine Probennahme statt. Sprich: Dem Patienten werden 2 Haarbündel entnommen, meist vom dicht bewachsenen Hinterkopf. Hier fällt die Haarentnahme nämlich am wenigsten auf.

Doch keine Sorge: Egal, wo die Haare am Kopf oder Körper entnommen werden, es bleiben kaum Spuren zurück. Dafür sind die Haarbündel zu klein und unauffällig. In der Regel sind sie gerade einmal so dick wie ein Bleistift.

Aber wie sieht es bei Patienten mit Halb- oder Vollglatze aus? In diesem Fall weicht man gerne auf andere Körperstellen aus – zum Beispiel auf den Rücken, die Arme oder auch die Achseln.

Direkt nach der Probennahme werden die Haare vorsorglich in Alufolie gewickelt und an die zuständigen Laboratorien zur Analyse geschickt. Die Körper- oder Haarstellen, die zur Entnahme dienten, werden anschliessend gekennzeichnet.

Nun heisst es Geduld haben. In den Laboratorien werden die Haarsträhnen mitsamt Haarwurzeln eingehend untersucht. Mit Messergebnissen ist nach rund 14 Tagen zu rechnen.

Welche Ziele verfolgt die Haaranalyse?

Die Einsatzgebiete der Haaranalyse sind vielfältig. Sie reichen von forensischen über gesundheitliche bis hin zu kosmetischen Zwecken.

In der Forensik dienen Haar- und Blutproben hauptsächlich der Aufklärung von Kriminaldelikten, wie zum Beispiel bei Drogen- und Alkoholmissbrauch. Daneben kommen sie aber natürlich auch der Tätersuche bei strafrechtlichen Verfolgungen wie zum Beispiel bei Mord, Totschlag, Diebstahl, Betrug oder Sexualdelikten zugute.

Auch zum Nachweis einer Alkoholabstinenz, zum Beispiel im Rahmen einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU), ist die Haaranalyse unverzichtbar. Einfach, schnell und zuverlässig kontrolliert sie den Alkoholgehalt im Körper und ist damit zusammen mit der Blutprobe das wichtigste Einlagerungs- und Messinstrument.

Gut zu wissen: Du planst eine Haartransplantation? Auch dann bist du mit der Haaranalyse direkt konfrontiert. Zur Vorbereitung auf den Eingriff macht sich der verantwortliche Haarchirurg damit ein konkretes Bild von deinem Haarausfall. Unter welcher Form von Haarverlust leidest du, wie weit ist er bereits fortgeschritten und wie lässt er sich am besten mit Kosmetik und Chirurgie behandeln? Auf all diese Fragen liefert die Haaranalyse eine verlässliche Antwort.

Neben forensischen und kosmetischen Zwecken setzen Mediziner die Haaranalyse ebenfalls als eine Art Gesundheits-Check ein. In diesem Fall spricht der Experte von Haar-Mineral-Analyse. Inzwischen gilt sie sogar als ein gewisser Ersatz zur klassischen Blutprobe.

Der grosse Vorteil der Haar-Mineral-Analyse: Sie hält nicht nur den Jetzt-Zustand fest, sondern informiert auch noch über die Vergangenheit. So behältst du neben deinen aktuellen Werten auch deine historischen Werte im Blick.

Das klingt interessant? In der Tat, warum gehen wir dann den Zielen der Haaranalyse nicht noch ein klein weniger genauer auf den Grund?

Haaranalyse aus Gesundheitszwecken

Eines der Hauptziele der Haaranalyse ist es, unseren Gesundheitszustand zu überprüfen. Wie fit sind wir wirklich? Hierzu kommt die sogenannte Haar-Mineral-Analyse zur Anwendung. Ihr Konzept: Gewissenhaft dokumentiert sie den Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt in unserem Organismus. Haben wir genug Spurenelemente und Mineralstoffe zur Verfügung oder müssen wir aktiv nachbessern?

Und wie sieht es eigentlich mit der Schadstoffbelastung in unserem Körper aus? Machen uns Schwermetalle und Gifte das Leben schwer? Die Haaranalyse findet es für uns heraus.

Das Besondere an der Haar-Mineral-Analyse: Anders als die Blutprobe gibt sie nicht nur Aufschluss über das Hier und Jetzt. Sie reist auch noch in die Vergangenheit. Genauer gesagt: Die Haar-Mineral-Analyse ermittelt frühere Engpässe an Spurenelementen und Mineralstoffen. Und genau dieser Überblick macht es leichter, die Ursache für den Mangel zu identifizieren.

Aufklärung von Haarausfall

Haarausfall kann ein richtiges Mysterium sein. Bis wir der genauen Ursache endlich auf die Schliche kommen, vergehen oft Jahre. Doch je länger die Diagnose auf sich warten lässt, desto höher der Leidensdruck der Patienten. Sie wollen wissen, was Sache ist.

Doch warum fällt die Diagnose so schwer? Ganz einfach: Haarverlust kennt viele Ursachen. Den einen Auslöser gibt es nicht. Umso genauer müssen wir hinsehen, umso sorgfältiger die Spuren lesen. Denn nur, wenn wir uns der Ursache absolut sicher sind, wird die Behandlung auch ein Erfolg.

Was hältst du davon, wenn wir die häufigsten Ursachen für Haarausfall gemeinsam durchgehen? Hier ein kleiner Überblick:

  • die androgenetische Alopezie: Sie ist die mit Abstand häufigste Form von Haarverlust. Fast jeder 2. Mann und jede 4. Frau hat damit zu kämpfen. Auslöser ist eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon DHT. Sie reagieren so sensibel darauf, dass sie ausfallen.
  • die kreisrunde Alopezie: Auf deiner Kopfhaut bilden sich kreisrunde, münzgrosse kahle Stellen, die du dir nicht erklären kannst? Das sieht ganz nach einer Alopecia areata aus. Hierbei handelt es sich vermutlich um eine heftige Autoimmunreaktion des Körpers. Er attackiert sich sozusagen selbst.
  • die diffuse Alopezie: Dein Haar lichtet sich ohne festes Muster? Das könnte eine diffuse Alopezie sein. Hierbei verliert der gesamte Schopf langsam an Fülle, Kraft und Vitalität. Die Gründe für den Haarverlust sind völlig unterschiedlich. Bei denen steckt Stress dahinter, bei den anderen eine Mangelernährung. Wieder andere hatten zuvor mit einer heftigen Infektion zu kämpfen oder leiden gerade an hormonellen Schwankungen.

Du merkst, es gibt die unterschiedlichsten Auslöser für Haarverlust. Umso wichtiger ist eine professionelle Haaranalyse. Aktiv unterstützt sie uns bei der Ursachenfindung und bringt uns damit der richtigen Therapie einen grossen Schritt näher.

Gerade vor einer Haartransplantation lohnt sich eine gründliche Haaranalyse. So verschafft sich der behandelnde Mediziner am schnellsten einen Überblick über deine aktuelle Haarsituation. Und je besser sein Überblick, desto besser die Behandlung.

Auch bei Hair & Skin gehört eine umfassende Haaranalyse fest zum medizinischen Repertoire dazu. Vor jeder Eigenblutbehandlung oder Transplantation wird dir eine kleine Haarprobe entnommen und aufwendig analysiert. Ausgehend von den Untersuchungsergebnissen erstellen unsere Experten dann einen individuellen Behandlungsplan, der dir das bestmögliche Ergebnis verspricht.

Wir blicken sozusagen hinter deine Haarkulissen. Denn nur, wenn wir verstehen, was genau den Haarverlust auslöst, können wir auch effektiv dagegen vorgehen. Haben wir den Auslöser für das müde Haarwachstum ermittelt, legen wir umgehend mit deiner Wunschbehandlung los. Und so musst du dir das Ganze vorstellen:

Die Eigenblutbehandlung bei HAIR & SKIN

Am Anfang jeder Eigenblutbehandlung steht die Blutentnahme. Unsere Experten entnehmen dir eine geringe Menge Blut und bereiten es mithilfe einer Zentrifuge sorgfältig für die Therapie auf. Im Anschluss isolieren sie das wertvolle, nährstoffreiche Blutplasma von den restlichen Bestandteilen und injizieren es dir gewissenhaft in die lichten Partien auf der Kopfhaut.

Geschafft, jetzt ist das Blutplasma an der Reihe. Sogleich regt es die schlappen Haarwurzeln mit seinem Nährstoff-Cocktail an und bringt wieder Leben ins Haarkleid. Es wirkt sichtbar frischer, lebendiger und kraftvoller.

Die Haartransplantation bei HAIR & SKIN

Du suchst nach einer dauerhaften Lösung gegen Haarausfall? Dann lohnt sich eine professionelle Haartransplantation bei Hair & Skin. Hierzu entnimmt dir der behandelnde Arzt erst einmal kräftig gewachsenes Haar aus einem ausgewählten Spenderbereich.

In den meisten Fällen bedient er sich am Hinterkopf des Patienten. Aus triftigem Grund: Hier sind die Haarwurzeln nämlich besonders robust. Noch nicht einmal das gefürchtete Haarausfall-Hormon DHT kann ihnen etwas anhaben. Wenn das keine guten Voraussetzungen für eine Haarverpflanzung sind.

Nach der Entnahme des Spenderhaars lagert der Mediziner die Transplantate in einer nährstoffreichen Lösung zwischen. Hier bekommen sie alle Wirkstoffe, die sie zum Strahlen brauchen. Denn sind sie zu lange von der natürlichen Versorgung des Körpers abgetrennt, sterben sie über kurz oder lang ab.

Anschliessend präpariert der Mediziner den Empfängerbereich. Mithilfe einer feinen Klinge öffnet er winzige Kanäle auf der Kopfhaut, die den Spenderhaaren als neues Zuhause dienen sollen.

Hat er sein Werk vollbracht, pflanzt er Schritt für Schritt die Transplantate in die Kanäle ein – eines nach dem nächsten. Dabei gibt er besondere Acht auf die Wuchsrichtung des Patienten. Das Endergebnis soll schliesslich so authentisch und natürlich wie möglich aussehen.

Fertig, jetzt ist Geduld gefragt. Nach 9 bis 12 Monaten darf sich der Patient über das finale Resultat freuen.

Haaranalyse zum Nachweis von Substanzen

Auch für forensische Zwecke ist die Haaranalyse längst unersetzbar. Der Hauptgrund: Im Gegensatz zu Blutanalyse oder Urinprobe weist sie verbotene Substanzen auch noch nach mehreren Tagen nach. So ist sie weit mehr als nur eine Momentaufnahme.

Gerade zur Untersuchung von Drogenmissbrauch oder Doping hat sich die Haaranalyse bewährt. Dasselbe gilt natürlich für die Feststellung der Fahreignung. Zuverlässig misst sie den Anteil an Ethylglucuronid (ETG) im Körper. Bei der regelmässigen Kontrolle der Alkoholabstinenz im Falle einer MPU erfreut sie sich ebenfalls grosser Beliebtheit.

In der Rechtsmedizin kann man genauso wenig auf die Haaranalyse verzichten – schon gar nicht in der forensischen Toxikologie. Denn wie liessen sich zum Beispiel Vergiftungen einfacher und schneller nachweisen als mithilfe einer Haaranalyse? So gilt sie als wichtiges Instrument der Strafverfolgung.

Was sagt die Wissenschaft zur Haaranalyse – Top oder Flop?

In der Wissenschaft gehen die Meinungen zur Haaranalyse weit auseinander. Viele Mediziner und Forscher stehen ihr immer noch skeptisch gegenüber – nicht etwa bei forensischen Zwecken, sondern bei gesundheitlichen Zwecken.

Insbesondere bei der Kontrolle der Spurenelemente und Mineralstoffe im Körper ist bei der Haaranalyse zu Vorsicht zu raten. Nicht selten legt sie den Verdacht einer Vergiftung oder einer Mangelerscheinung nahe, was den Patienten stark verunsichert. Was stimmt nicht mit ihm?

Doch oft ist diese Verunsicherung nicht gerechtfertigt. Es handelt sich lediglich um einen Verdacht, das sich bei genauerer Analyse nicht bestätigt. So ist die Haaranalyse renommierten Wissenschaftlern zufolge zwar eine sinnvolle Ergänzung zur Blutanalyse, nicht aber ein sinnvoller Ersatz zur Blutanalyse.

Weniger kritisch als bei der Mineralstoff- und Spurenelement-Analyse sieht es bei der Analyse der Haargesundheit aus. Wollen Patienten ihre genaue Haarfarbe bestimmen lassen oder wünschen sich Tipps bei der Haarpflege, kann sich die Analyse durchaus bezahlt machen. So ist die Haaranalyse bei "haarigen Angelegenheiten" stets eine gute Wahl.

Gut zu wissen: Prinzipiell gilt bei jeder Haarprobe: Ringversuche erzielen die zuverlässigsten Ergebnisse. Nur, wenn mehrere verschiedene Laboratorien zu denselben Schlüssen kommen, gelten die Messergebnisse auch als verlässlich.

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