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Haarausfall – wenn die Schilddrüse dahintersteckt

Medical Director Dr. Hans-Georg Dauer

Mai 6, 2022

Haarausfall und die Schilddrüse – haben die beiden etwas miteinander zu tun? Aber sicher doch, eine ganze Menge sogar. Denn, wenn das Haarwachstum ins Stocken gerät, steckt nicht selten eine Fehlfunktion der Schilddrüse dahinter.

Ob Unter- oder Überfunktion – ist die Schilddrüse nicht richtig in Form, leidet das Haarkleid. Es wird matt, brüchig und dünn.

Der Weg zur Diagnose ist oft lang und beschwerlich. Denn bei Haarverlust denken wir zuallererst an die Genetik oder die Hormone. Fehlfunktionen der Schilddrüse kommen uns erst später in die Sinn – zu Unrecht. Schliesslich gilt Haarausfall längst als häufiges Symptom bei Schilddrüsenüber- und Unterfunktionen.

Grund genug, den unterschätzten Verdächtigen genauer unter die Lupe zu nehmen. Was genau hat die Schilddrüse mit unserem Haarkleid zu tun und wie lässt sich die Fehlfunktion beheben? Ist es mit der Einnahme von Schilddrüsenhormonen wirklich getan?

Haarausfall – wie kommt es dazu und was hat die Schilddrüse damit zu tun?

Wusstest du, dass die Schilddrüse unseren Körper fest im Griff hat – ganz besonders unseren Stoffwechsel? Der Grund: Die Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) sagen unserem Stoffwechsel, wo es lang geht  – genau genommen unseren Haarfollikel.

Stell dir vor: Unsere Haarfollikel sind der Commander unseres Haarwachstums. Ständig erteilen sie ihm Befehle. Doch es gibt jemanden, der diese Befehle durcheinander bringt – die Schilddrüse. Produziert sie zu wenig oder zu viele Hormone, gerät der natürliche Kreislauf des Haarwachstums aus der Balance. Die Folge: Haarverlust.

Klingt ganz schön kompliziert? Halb so schlimm. Warum sehen wir uns die drei natürlichen Phasen des Haarwachstums nicht gemeinsam an?

  • Wachstumsphase (Anagenphase): In den Haarfollikeln bilden sich unsere Haare. Das geht aber natürlich nicht von heute auf morgen. Ganz im Gegenteil: Der Wachstumsprozess dauert mehrere Jahre.
  • Übergangsphase (Katagenphase): Jede Wachstumsphase hat ein Ende – so auch die Wachstumsphase unserer Haarfollikel. Und dieses Ende hat sogar einen eigenen Namen. Katagenphase nennt sie sich. Stellt unser Körper die Nährstoffversorgung ein, kommt das Wachstum zum Stillstand. In ein bis zwei Wochen hat es sich ausgewachsen.
  • Ruhephase (Telophase): Kappt unser Körper die Nährstoffversorgung der Haarfollikel, verlieren sie an Kraft und Elastizität. Das Unvermeidbare tritt ein – sie fallen aus. Doch bis es so weit ist, kann es ganz schön lang dauern. 10 bis 12 Wochen zieht sich die Ruhephase hin.

Nach der Ruhephase hält die Ruhe in der Haarfollikel aber nicht besonders lange an. Umgehend wechselt sie in die erste Phase zurück, in die sogenannte Wachstumsphase. Höchste Zeit für ein neues Haar.

Schön und gut. Aber was hat nun die Schilddrüse damit zu tun? Ganz einfach: Die Hormone der Schilddrüse können in den natürlichen Rhythmus der Haarfollikel eingreifen. Produziert sie zu viele oder zu wenig Hormone, kommt der Kreislauf schnell aus dem Gleichgewicht.

Und das merkt man den Haaren deutlich an. Es fehlt ihnen an Kraft und Stabilität. Sie sind viel zu fein, matt und zerbrechlich. An Länge mangelt es ihnen noch dazu. Das gewohnte Niveau rückt in weite Ferne. Und je feiner, zerbrechlicher und kürzer ein Haar, desto schneller geht es verloren.

Haarausfall bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Hypothyreose bezeichnet eine krankhafte Unterfunktion der Schilddrüse. Die Konsequenz: Unser Körper bekommt zu wenig Schilddrüsenhormone ab. Sowohl von Trijodthyronin (T3) als auch von Thyroxin (T4)könnte er durchaus mehr vertragen.

Die häufigsten Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion:

  • Antriebslosigkeit und Leistungsabfall
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsschwäche
  • langsamer Puls
  • niedriger Blutdruck
  • verzögerte Reflexe
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtszunahme
  • depressive Verstimmungen, Panikattacken, Angststörung
  • schleppender Stoffwechsel (häufig Verstopfung)
  • auffällige Kälteempfindlichkeit
  • Zyklusstörungen bei Frauen
  • verminderte Libido und Erektionsstörungen bei Männern
  • raue und trockene Haut
  • ungewöhnlicher Rhythmus des Haarwachstums (schneller, aber kraftloser)
  • schwache Haarstruktur (trockenes, sprödes, mattes und glanzloses Haar)
  • Haarausfall (die Haarfollikel treten früher in die Ruhephase ein und fallen schneller aus)

Und wie entsteht eigentlich eine Unterfunktion der Schilddrüse?

Entzündungen der Schilddrüse

Bei Erwachsenen hat die Unterfunktion meist mit einer chronischen Schilddrüsenentzündung zu tun. Und diese wiederum wird von einer Autoimmunerkrankung verursacht, auch bekannt als Hashimoto-Thyreoiditis.

Vergrösserte Schilddrüse

Nicht selten ist die Unterfunktion aber auch Folge einer vergrösserten Schilddrüse. In diesem Fall ist von Kropf oder Struma die Rede. Direkt unterhalb des Kehlkopfes schmiegt sich das wallnussgrosse Organ um die Luftröhre. Wächst dieses wallnussgrosse Element über sich hinaus oder bildet Knoten, tut es dies aus einem ganz bestimmten Grund: Es versucht, einen Jodmangel auszugleichen.

Erhält die Schilddrüse nämlich zu wenig Jod, kann sie nicht mehr ausreichend Hormone produzieren. Und dieses Defizit kann sie selbstverständlich nicht auf sich sitzen lassen. Umgehend will sie den Mangel ausgleichen: Ihr Plan: Sie vergrössert sich.

Gut zu wissen

Schilddrüsenunterfunktionen sind als typische Frauenkrankheit bekannt. Bei Männern treten sie nur äusserst selten auf. Besonders häufig trifft es übrigens Frauen mittleren Alters.

Vor allem nach einer Entbindung berichten viele Frauen von einer temporären Unterfunktion der Schilddrüse. Von 100 Frauen sind im Schnitt vier bis zehn Frauen betroffen. Die gute Nachricht: Meist bildet sich die Unterfunktion von selbst wieder zurück.

Wie lässt sich eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostizieren?

Das A und O bei der Diagnose einer möglichen Schilddrüsenunterfunktion sind Hormon- und Blutuntersuchungen. Zuverlässig geben die Analysen Aufschluss über potenzielle Fehlleitungen der Schilddrüse.

Haarausfall bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Nicht nur eine unmotivierte Schilddrüse macht uns das Leben schwer. Mit einer übermotivierten Schilddrüse haben wir es nicht unbedingt leichter. Im Gegenteil: Schüttet sie die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) im Überfluss aus, leiden wir an einer sogenannten Hyperthyreose, an einer krankhaften Überfunktion der Schilddrüse.

Mit diesen Symptomen müssen wir im Falle einer Hyperthyreose rechnen:

  • innere Unruhe
  • Zittern
  • gesteigerte Herzfrequenz: Herzrasen bei geringer körperlicher Aktivität oder sogar im Ruhemodus
  • übereifriger Stoffwechsel mit auffällig hoher Stuhlfrequenz
  • Gewichtsverlust trotz normaler Nahrungsaufnahme und Heisshungerattacken
  • Wärmeüberempfindlichkeit
  • Schweissausbrüche
  • Struma (vergrösserte Schilddrüse)
  • verändertes Haarwachstum (schneller, aber kraftloser)
  • Haarausfall (Haare werden spröde und gehen vermehrt verloren)

Jetzt kennen wir die Symptome. Kommen wir nun zu den Ursachen. Was sind die häufigsten Auslöser?

Autoimmunerkrankung

Als häufigste Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion gilt die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow, auch bekannt als die Basedowsche Erkrankung. Genauso denkbar ist aber auch eine Autoimmunität der Schilddrüse. Sprich: Das Schilddrüsengewebe macht sich sozusagen selbständig.

Medikamente

Gelegentlich stecken auch Medikamente hinter der Überfunktion. Nimmt der Patient Schilddrüsenhormone zu sich, sogenannte Thyreotoxicosis factitia, arbeitet die Schilddrüse häufig auf Hochtouren – oft sogar mehr, als uns lieb ist.

Wie lässt sich eine Überfunktion der Schilddrüse behandeln?

In den meisten Fällen schlägt der Mediziner eine medikamentöse Therapie der Überfunktion vor. Nur bei besonders schweren Verläufen rät er zu einer Operation.

Haarausfall durch Medikamente gegen Schilddrüsenerkrankungen

Du behandelst eine Überfunktion der Schilddrüse mit Medikamenten wie L-Thyroxin und leidest plötzlich an Haarausfall? Das ist kein Zufall. Denn ganz egal ob Thyreostatika, Carbimazol, Thiamazol, Methyl- oder Propylthiouracil – sämtliche Präparate gegen Schilddrüsenfehlfunktionen haben Haarausfall bei ihren Nebenwirkungen stehen.

Sei es zur Behandlung von Schilddrüsenüber- oder Unterfunktionen – prinzipiell sind alle Arzneien, die in den Schilddrüsenstoffwechsel eingreifen, mit Vorsicht zu geniessen. Dies gilt sowohl für Jodide und Levothyroxin als auch für Amiodaron und Lithium.

Der Grund: Schilddrüsenmedikamente wirken aktiv in deinen Hormonhaushalt ein. Im Falle einer Unterfunktion kurbeln sie die Hormonproduktion an. Im Falle einer Überfunktion drosseln sie die übereifrige Hormonproduktion.

Eines aber haben beide Szenarien gemeinsam: Sie wirbeln die Hormone durcheinander. Und genau dieses Durcheinander macht sich auch auf unserem Kopf bemerkbar. Ruckzuck müssen wir uns von unserem dichten und kraftvollen Schopf verabschieden.

Schilddrüsenhormonwerte bei kreisrundem Haarausfall

Hast du schon einmal vom kreisrunden Haarausfall gehört? Noch nicht? Keine Sorge, damit bist du sicher nicht allein. Nur die Wenigsten wissen über den Haarverlust Bescheid. Kein Wunder, hierbei handelt es sich schliesslich um eine besonders seltene Form von Haarausfall.

Das Markenzeichen des kreisrunden Haarausfalls: Es bilden sich münzgrosse kahle Stellen in Kreisform. Meist treten diese im Kopfhaar auf. Die genauen Gründe für den Haarverlust stellen die Wissenschaft noch immer vor Rätsel. Aktuell vermutet man eine Störung des Autoimmunsystems hinter dem Phänomen.

Einen besonders starken Zusammenhang vermuten Experten zwischen kreisrundem Haarverlust und der Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis. Bringen Mediziner die beiden Phänomene bei einem Patienten in Verbindung, bemühen sie sich um korrekt eingestellte Schilddrüsenhormonwerte. Befinden sich diese Werte nämlich im Ungleichgewicht, droht eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse. Und diese kann den Haarverlust zusätzlich begünstigen.

Haarausfall durch Fehlfunktionen der Schilddrüse – so lässt er sich behandeln

Hilfe, irgendetwas stimmt nicht. Seit Tagen lichtet sich dein Haar und du weisst nicht, warum. Am Stress kann es nicht liegen. Erblich bedingten Haarausfall schliesst du auch aus. Keiner in deiner Familie hat damit zu kämpfen. Aber was dann?

Hast du schon einmal an deine Schilddrüse gedacht? Nicht selten ist sie der Übeltäter. Am besten verschaffst du dir Gewissheit. Beim nächsten Arztbesuch lässt du vorsichtshalber deine Schilddrüsenwerte vom Profi checken – sicher ist sicher.

Mit einem grossen Blutbild und einer Ultraschalluntersuchung macht sich der Arzt deines Vertrauens ein Bild von deiner Schilddrüse. Über- oder Unterfunktion – innerhalb kürzester Zeit bist du schlauer.

Tatsächlich, deine Schilddrüse macht gerade ihr eigenes Ding? Kein Grund zur Panik, meist lässt sich der Alleingang schnell und zuverlässig mit Medikamenten aus dem Weg räumen. Das wird schon wieder. Nur selten ist ein operativer Eingriff nötig.

Neben einem guten Arzt und zuverlässigen Behandlungsmöglichkeiten braucht es bei Haarausfall durch Schilddrüsen-Fehlfunktionen selbstverständlich auch ein Quäntchen Geduld. Bis der Schopf wieder schön kräftig und füllig ist, braucht es einfach ein wenig Zeit.

Eigenblut Behandlung von HAIR & SKIN – natürlicher Wachstumsbooster

Geduld war noch nie deine Stärke? Das verstehen wir nur zu gut. Genau deshalb helfen wir von HAIR & SKIN deinem stockenden Haarwachstum mit Vergnügen auf die Sprünge.

Dürfen wir dir zum Beispiel unsere Eigenblut Behandlung vorstellen? Ihr Geheimrezept ist ihre Natürlichkeit. Mit nichts weiter als ein klein wenig Blut macht sie dem schlappen Haarwachstum Beine. Ein paar Milliliter sind schon völlig genug.

Denn genau in diesen paar Millilitern verbirgt sich eine Schatztruhe an kostbaren roten Blutkörperchen. Mehr Proteine und Nährstoffe findest du nirgends. Kein Wunder, dass sich deine müden Haarwurzeln sehnlichst nach dem Protein-Bündel verzehren – immer her damit.

Denn sobald sie mit den flüssigen Schätzen in Berührung kommen, entfalten sie ungeahnte Wachstumskräfte. Sogleich setzen sich die Haarwurzeln in Bewegung. So hast du deine heiss geliebte Haarpracht in Rekordzeit zurück.

Die Haartransplantation von HAIR & SKIN – ein Makeover fürs Leben

Haare sind weit mehr als nur Kopfbedeckung. Sie sind unser ganz persönliches Markenzeichen. Ohne sie verlieren wir ein Stück unserer Identität. Umso härter trifft uns Haarverlust. Es schmerzt, die eigene Haarpracht schwinden zu sehen.

Doch zum Glück müssen wir den Schmerz nicht tatenlos hinnehmen. Wir können etwas dagegen tun. Eine Haartransplantation von HAIR & SKIN bringt uns den verlorenen Schatz zurück – und zwar für immer. Denn wusstest du schon, dass dir die frisch verpflanzten Haarwurzeln ein Leben lang erhalten bleiben?

Tolle Nachrichten, oder? Bleibt nur eine Frage übrig: Wie genau funktioniert die Haartransplantation bei HAIR & SKIN?

Ganz einfach: Wir von HAIR & SKIN transplantieren mit der FUE Methode, der Follicular Unit Extraction. Ihr Schlüssel zum Erfolg ist ihr besonders schonendes Vorgehen. Sanft kaschiert die derzeit fortschrittlichste Technik auf dem Transplantationsmarkt kahle Partien im Haarkleid.

Das Vorgehen: Zuallerst entnehmen unsere erfahrenen Mediziner einzelne kräftige Haarwurzeln am Hinterkopf. Anschliessend setzen sie sie Schritt für Schritt in die lichten Stellen an den Problemzonen ein – so lange, bis ein volles, schwungvolles und glänzendes Haarkleid entsteht.

Übrigens: Die ideale Ergänzung zu unserer Haartransplantation ist unsere Eigenblut Behandlung. Gönnst du den frisch transplantierten Haarwurzeln direkt nach dem Eingriff eine wertvolle Proteinkur, erhöhen sich ihre Überlebenschancen. Und je mehr Haarwurzeln am Ende überleben, desto frischer und vitaler wirkt später dein Haar.

Klingt gut? Wunderbar! Dann solltest du unbedingt bald unsere HAIR & SKIN-Experten kennenlernen. Warum nimmst du nicht heute noch Kontakt mit uns auf und lässt dich kostenlos beraten? Wir freuen uns auf dich!

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