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Faltenunterspritzung – Das solltest du wissen

Faltenunterspritzung – Das solltest du wissen

Medical Manager Dr. David Tanganho

Juli 4, 2023

Hast du dich auch schon einmal gefragt, was es mit dem Hype um Hyaluronsäure auf sich hat? Sie findet sich nicht nur als Inhaltsstoff in unzähligen Hautpflegeprodukten, sondern kann auch als injizierbarer Filler (sogenanntes “liquid lifting”) verwendet werden, um tiefliegende Falten und Volumenverlust im Gesicht zu bekämpfen.

Aber wie genau funktioniert das Ganze? Und welche Risiken gilt es zu beachten? Wir haben die Antworten auf alle Fragen zur Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure und zeigen auch, wo man besser auf das Allzweckmittel Botox zurückgreifen sollte.

Wofür wir Hyaluronsäure brauchen

Hyaluronsäure ist ein natürlich vorkommender Zucker, der in unserem Körper eine wichtige Rolle spielt und für Feuchtigkeitsbindung zuständig ist. Besonders in unserem Bindegewebe, in den Gelenken und in der Haut ist Hyaluronsäure zu finden. In den Gelenken wirkt sie als Schmiermittel und Schutzschild gegen Stösse. Zusätzlich hat sie entzündungshemmende Eigenschaften und fördert die Regeneration des Gelenkknorpels.

In der Haut erfüllt Hyaluron verschiedene Aufgaben: Zum einen sorgt sie - wie auch Kollagen - dafür, dass die Haut straff und elastisch bleibt. Da sie grosse Mengen an Wasser bindet, kann sie das Hautvolumen erhöhen. Das hilft, das Auftreten von Falten zu vermeiden. Zum anderen unterstützt es die Feuchtigkeitsversorgung der Haut, was wichtig ist, um Trockenheitsfältchen vorzubeugen.

Leider nimmt die körpereigene Produktion von Hyaluronsäure mit zunehmendem Alter ab. Durch den natürlichen Alterungsprozess kann die Haut an Spannkraft und Elastizität verlieren. Die Folge: Es kommt zu unerwünschter Faltenbildung.

Hyaluronsäure als Filler

Hyaluronsäure ist ein vielseitig einsetzbarer Wirkstoff in der ästhetischen Medizin, der zur Faltenreduzierung und Hautverbesserung beiträgt. Durch ihre Fähigkeit, Wasser zu binden und das Volumen zu erhöhen, kann sie der Haut zu mehr Straffheit und Glätte verhelfen. Dadurch wird zwar der Hautalterung nicht vorgebeugt, aber die Gesichtskonturen wirken durch die Glättung jugendlicher und ein Anti-Aging-Effekt ist sichtbar.

Hyaluronsäure-Fillerbehandlungen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie können je nach Art der Falten und dem gewünschten Ergebnis eingesetzt werden. Vernetzte Hyaluronsäure ist besonders für mitteltiefe bis tiefe Falten oder den Volumenaufbau geeignet. Durch ihre Stabilität bleibt sie länger im Gewebe.

Für oberflächliche Falten wie kleine Fältchen im Ausschnitt, Augen- oder Lippenfältchen wird hingegen unvernetzte Hyaluronsäure verwendet. Sie verleiht müder und erschlaffter Haut mehr Elastizität. Allerdings hält die Wirkung nicht so lange an, wie bei den vernetzten Fillern.

Wie funktioniert die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure?

Die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure ist eine beliebte, minimalinvasive Methode zur Behandlung von Gesichtsfalten. Du musst dich nicht gross auf sie vorbereiten. Achte nur darauf, in den Tagen davor keine blutverdünnenden Medikamente wie Aspirin einzunehmen, um mögliche Blutergüsse zu vermeiden.

Zu Beginn der Behandlung untersucht der Arzt dein Gesicht gründlich, um den Grad deiner Falten zu bestimmen und deinen Bedarf zu ermitteln.

Die Hyaluronbehandlung ist normalerweise schmerzarm. Bei hoher Schmerzempfindlichkeit kann sie durch eine leichte lokale Betäubung mit einer Creme oder einem Spray noch angenehmer gemacht werden. Die Injektion erfolgt mit einer sehr feinen Nadel und dauert nur wenige Minuten. In einer Sitzung können mehrere Bereiche behandelt werden.

Nach der Behandlung bist du normalerweise sofort wieder gesellschaftsfähig. Auch Rötungen und Schwellungen klingen im Normalfall bald von selbst ab. Eine gezielte Kühlung kann den Prozess noch beschleunigen.

Vermeide für eine Woche Sonnenbäder, Sauna und Solarium und beachte auf die Tipps zur Nachsorge deines Arztes, um dein aufgefrischtes Hautbild in vollen Zügen geniessen zu können.

Wie lange hält das Ergebnis der Hyaluronbehandlung an?

Wie lange das Ergebnis der Hyaluronbehandlung anhält, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Langlebigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: Der Menge und Art der injizierten Hyaluronsäure, der Stärke der Falten, dem Alter und der Hautbeschaffenheit des Patienten.

Üblicherweise dauert die Wirkung der Unterspritzung zwischen sechs und zwölf Monaten an, da der Körper dann beginnt, den Stoff abzubauen.

Regelmässige Auffrischungsbehandlungen können dazu beitragen, die Ergebnisse der Behandlung länger aufrechtzuerhalten. Es ist wichtig, dass du dich hierbei immer von einem erfahrenen Arzt beraten lässt, um zu entscheiden, welche Art von Hyaluronsäure am besten für dich geeignet ist und wie oft Auffrischungsbehandlungen durchgeführt werden sollten.

Welche Vorteile bietet die Faltenunterspritzung mit Hyaluron?

Die Unterspritzung mit Hyaluronsäure bietet verschiedene Vorteile:

  • Verträglichkeit: Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz, die von den meisten sehr gut vertragen wird.
  • Sofortige Wirkung: Das Ergebnis der Faltenunterspritzung ist unmittelbar nach der Behandlung sichtbar.
  • Langfristige Wirkung: Die Wirkung der Hyaluronsäure dauert mehrere Monate an.
  • Keine Ausfallzeit: Im Gegensatz zu invasiven Schönheitsbehandlungen in der plastischen Chirurgie, wie beispielsweise einem Facelift, bist du nach einer Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure fit wie ein Turnschuh. Du kannst direkt nach der Behandlung mit deinem normalen Tagesablauf fortfahren.
  • Individuelle Anpassung: Die Menge und Platzierung der Hyaluronsäure kann je nach individuellem Bedarf und Hautbeschaffenheit angepasst werden. Auf diese Weise können spezifische Problemzonen gezielt behandelt werden.

Welche Nachteile und Nebenwirkungen kann Hyaluronsäure haben?

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Schwellungen, Rötungen, Blaue Flecken oder Blutergüsse im Gesicht, vor allem rund um die Einstichstellen. Sie sind vorübergehend und klingen innerhalb weniger Tage ab.

Wird Hyaluron ungleichmässig injiziert, kann das Gesicht asymmetrisch erscheinen. Dieses Risiko kann minimiert werden, indem ein erfahrener Arzt für die Behandlung ausgewählt wird.

In seltenen Fällen kann es zu Infektionen im behandelten Bereich kommen. Wenn zu viel oder wenig qualitatives Hyaluron verwendet wird, besteht das Risiko einer Migration: Die Bedeutung, dass die Hyaluronsäure unter der Haut in verschiedene Hautschichten und Hautpartien wandert und Beulen oder Knötchen entstehen. In diesem Fall kann Hylase eingesetzt werden, um den Filler schnell wieder abzubauen.

In sehr seltenen Fällen ist es nach Unterspritzungen mit Hyaluron auch schon mal zu schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Erblindung oder Schlaganfall gekommen.

Wann sollte die Behandlung nicht durchgeführt werden?

Die Behandlung mit Hyaluron sollte bei Autoimmunerkrankungen und Allergien gegenüber Hyaluronsäure, sowie während der Schwangerschaft und der Stillzeit vermieden werden. Auch Infektionen an der vorgesehenen Injektionsstelle, beispielsweise durch Herpes oder starke Akne, sprechen gegen die Behandlung.

Ebenso wird Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen oder unter Gerinnungsstörungen leiden, von einer Faltenunterspritzung abgeraten.

Der Klassiker: Faltenunterspritzung mit Botox

Hyaluronsäure ist vielseitig einsetzbar. Bei mimischen Falten ist sie aber keine gute Wahl. Hier empfiehlt sich weiterhin Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox.

Botox blockiert die Übertragung von Nervensignalen auf die Muskeln, die für die Entstehung von Falten verantwortlich sind. Da es die Bewegung der betroffenen Muskeln hemmt, glättet sich die darüber liegende Haut. So lassen sich auch muskulär bedingte Falten, wie beispielsweise Zornesfalten, Nasolabialfalten, Stirnfalten, Marionettenfalten oder Krähenfüsse behandeln. Anders als Hyaluronsäure eignet sich Botox auch als vorbeugende Behandlung.

Bei der Behandlung mit Botox werden kleine Mengen des Stoffs mit einer sehr feinen Nadel direkt in die betroffenen Muskeln injiziert. Die Wirkung von Botox setzt nach etwa drei bis vier Tagen ein und hält drei bis sechs Monate an. Die Dauer der Wirkung variiert von Person zu Person und hängt unter anderem von Dosis, individueller Stoffwechselrate und Stärke der Muskeln des Patienten ab. Auch hier ist jedoch festzuhalten, auch Botox sorgt nicht für eine Hautverjüngung der gesamten Gesichtshaut, es werden lediglich Muskelgruppen verschiedener Gesichtsregionen (Problemzonen) in der Bewegung gehemmt.

Ein weiterer Vorteil von Botox: Die potentiellen Risiken und Nebenwirkungen sind rein optischer Natur. Während es bei Hyaluronsäure in sehr seltenen Fällen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann, sind bei Botox keine vergleichbaren Risiken bekannt.

Bei Behandlungen mit Botulinumtoxin können lediglich vorübergehende Nebenwirkungen wie Rötungen, Schwellungen oder ein Absenken der Augenbrauen auftreten. Nach einigen Tagen, beziehungsweise mit Abbau des Stoffs im Körper, verschwinden diese Nebenwirkungen von selbst.

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Behandlung mit Botulinumtoxin

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Fazit – Hyaluron hilft, aber nur bei statischen Falten

Ob die Unterspritzung mit Hyaluron sinnvoll ist, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen ab. Wenn du das Erscheinungsbild von nicht-mimischen Falten oder schlaffer Haut verbessern möchte, kann die Faltenunterspritzung mit Hyaluron eine Option sein. Informiere dich sorgfältig über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen, bevor du eine Entscheidung triffst.

Insbesondere bei mimischen Falten stellen andere Optionen zur Faltenbehandlung, wie z. B. Botox, eine bessere Behandlungsmethode dar. Spielst du mit dem Gedanken an eine Faltenunterspritzung mit Botox? Dann vereinbare gleich einen unverbindlichen, kostenfreien Beratungsgespräch bei einem unserer Experten.

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