Patienteninformation

1. Wozu dient diese Information?

Im Folgenden informieren wir dich darüber, wie unsere beiden haarmedizinischen Behandlungen PRP Mesotherapie und Haartransplantation funktionieren, was für Risiken und potenzielle Nebenwirkungen bestehen und zu welchen Zwecken diese Behandlungen durchgeführt werden. Ausserdem erfährst du, wie du dich verhalten solltest, damit deine Behandlung möglichst erfolgreich verläuft.

2. PRP Mesotherapie

2.1 PRP Mesotherapie, wie geht das?

Die Mesotherapie ist eine minimal-invasive Behandlungsmethode. Dabei werden mit feinen Nadeln Wirkstoffe in die Haut injiziert (gespritzt). 
Bei unserer PRP Mesotherapie wird als Wirkstoff dein eigenes Blut verwendet: Nachdem wir dir ein wenig Blut entnommen haben, wird daraus das sogenannte plättchenreiche Plasma (Platelet Rich Plasma = PRP) isoliert und anschliessend in deine Kopfhaut injiziert. Damit du während der Behandlung keine Schmerzen verspürst, führen wir eine lokale Betäubung durch.

Bei der PRP Mesotherapie handelt es sich um eine ambulante Behandlung, d.h. du kannst unsere Klinik nach der Behandlung verlassen.  

2.2 Wie lange dauert die Behandlung und zu welchen Zwecken wird sie   durchgeführt? 

Die PRP Mesotherapie besteht in der Regel aus vier Sitzungen („PRP Sitzungen“), die je rund 30 Minuten dauern. Die PRP Sitzungen finden im Abstand von vier Wochen statt, womit die gesamte PRP Mesotherapie knapp vier Monate dauert. Während dieser Zeit bist du grundsätzlich voll arbeitsfähig.

Ca. sechs Monate nach der letzten PRP Sitzung wird ein Haarscan durchgeführt, um die Resultate der Behandlung zu überprüfen („Nachkontrolle“).

Ziel der PRP Mesotherapie ist, das Haarwachstum anzukurbeln, deine Haarwurzeln mit essenziellen Nährstoffen zu versorgen und die Zellerneuerung und Zellregeneration zu fördern. Zudem kann die PRP Mesotherapie Haarausfall reduzieren.

Da jede Person anders auf die Behandlung reagiert, können wir dir keinen Erfolg garantieren.

2.3 Verhaltenshinweise

2.3.1   Wie bereite ich mich auf die Behandlung vor?

Ab einer Woche vor den PRP Sitzungen ist grundsätzlich auf die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten zu verzichten, damit die Blutplättchenbildung nicht gehemmt wird. Blutverdünnend wirken unter anderem Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten (Aspirin, Alca C, Togal, Contra-Schmerz etc.). Auch auf die Einnahme anderer Schmerzmittel wie Voltaren oder Ibuprofen sollte grundsätzlich verzichtet werden. Kontaktiere uns bitte, wenn du Fragen hast.

Bevor du Medikamente absetzt, sprich dich unbedingt mit deinem behandelnden Arzt sowie deinem Hausarzt ab und informiere dich darüber, ob der Verzicht bei dir ernsthafte medizinische Nachteile mit sich bringen könnte und welche alternativen Medikamente zur Verfügung stehen.

2.3.2   Auf was ist nach der Behandlung besonders zu achten?

Hattest du eine PRP Sitzung bei uns, solltest du am selben Tag nicht an die Sonne, ins Schwimmbad, in die Sauna oder ins Solarium gehen, deine Haare nicht waschen und sportliche Tätigkeiten meiden.

Hast du Fragen zu einer anderen spezifischen Tätigkeit, helfen wir dir gerne weiter.

2.4 Wann ist eine PRP Mesotherapie nicht möglich (Kontraindikationen)?

Eine PRP Mesotherapie kann nicht durchgeführt werden bei: 

Autoimmunerkrankungen
– Blutgerinnungsstörungen
– Hepatitis, HIV, Krebs oder Leberkrankheiten
– Neurodermitis, Schuppenflechten oder akutem Herpes
– Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen)
– Schwangerschaft

Eine PRP Mesotherapie wird zudem bei sämtlichen akuten oder chronischen Hauterkrankungen im Bereich von Kopfhaut und Gesicht nicht empfohlen.  

2.5 Risiken und Nebenwirkungen

Eine PRP Mesotherapie bedeutet einen minimalen Eingriff an deinem Körper. Deswegen bleiben in der Regel auch keine sichtbaren Narben zurück. Die Wahrscheinlichkeit von Allergien, Unverträglichkeitsreaktionen und Infektionen ist gering, kann aber leider nicht ausgeschlossen werden. In Ausnahmefallen kann es zu einer Verletzung von Nerven, Gefässen oder Organen kommen.

Als weitere mögliche Nebenwirkungen können auf der Kopfhaut temporär Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, kleinere Blutergüsse, leichte Schmerzen mit Druckempfindlichkeit und Sensibilitätsstörungen auftreten. Selten treten Gewebeverhärtungen und Entzündungsreaktionen auf.

 3. Haartransplantation

3.1 Haartransplantation, wie läuft das ab?

Eine Haartransplantation ist die Verpflanzung von eigenem Körperhaar. Zu Beginn wirst du am Haarkranz lokal betäubt. Nach der lokalen Betäubung werden Grafts (Haarwurzeln) mit einer feinen Hohlnadel entnommen und auf die vorher markierten, kahlen Stellen verpflanzt (FUE Methode – „Follicular Unit Extraction“). Auch diese kahlen Stellen werden vorgängig lokal betäubt. 

Unsere Haartransplantation ist eine ambulante Behandlung, d.h. du kannst die Klinik nach der Behandlung wieder verlassen. 

Wir bieten ausschliesslich Haartransplantationen mittels der oben beschriebenen FUE-Methode an.

3.2 Wie lange dauert die Haartransplantation und zu welchen Zwecken wird sie durchgeführt?

Deine Haartransplantation führen wir in der Regel an einem einzigen Termin durch. Dieser Termin dauert rund zwei bis acht Stunden, wobei die Dauer der Behandlung insbesondere von der zu behandelnden Stelle (Sektion) abhängt. Nach der Transplantation folgen bis zu sechs Nachkontrollen innerhalb eines Jahres. Zudem bereichern wir deine Haarwurzeln nach der Transplantation durch eine oder mehrere PRP Sitzung(en) mit essenziellen Nährstoffen.

Es ist völlig normal, dass transplantiertes Haar nach der Behandlung ausfällt und wieder nachwächst. Das neu spriessende Haar wird in der Regel nach rund drei Monaten sichtbar. Nach zwölf bis achtzehn Monaten siehst du das endgültige Resultat deiner Haartransplantation. 

Es kann vorkommen, dass nicht alle transplantierten Haare wunschgemäss (an)wachsen, sodass ein erneuter Eingriff notwendig wird. Der Erfolg der Haartransplantation hängt insbesondere von der Qualität der transplantierten Haare und der Nachbehandlung ab. Einen Erfolg können wir leider nicht garantieren.

3.3 Verhaltenshinweise

3.3.1 Wie bereite ich mich auf die Behandlung vor?

Ab einer Woche vor der Haartransplantation ist grundsätzlich auf die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten zu verzichten, damit keine erhöhte Blutungsgefahr besteht. Blutverdünnend wirken unter anderem Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten (Aspirin, Alca C, Togal, Contra-Schmerz etc.). Auch sollte auf die Einnahme von Minoxidil-Präparaten (Reagine, Spectral, Rogaine etc.) in diesem Zeitraum verzichtet werden. Kontaktiere uns bitte, wenn du Fragen hast.

Bevor du Medikamente absetzt, sprich dich unbedingt mit deinem behandelnden Arzt sowie deinem Hausarzt ab und informiere dich darüber, ob der Verzicht bei dir ernsthafte medizinische Nachteile mit sich bringen könnte und welche alternativen Medikamente zur Verfügung stehen. 

Auf das Schneiden bzw. Rasieren der Haare ist ab 5 Tagen vor der Behandlung zu verzichten. Ab diesem Zeitpunkt ist auch auf den Konsum von Alkohol oder die Einnahme anderer Drogen zu verzichten.

Am Tag der Behandlung ist zudem die Anwendung von Haarprodukten (Gel, Wachs etc.) und das Trinken von koffeinhaltigen Getränken zu unterlassen.

3.3.2 Auf was ist nach der Behandlung besonders zu achten?

Die Zeit nach der Haartransplantation wird von unseren Ärzten für jeden Kunden individuell geplant. Wir instruieren dich detailliert über das weitere Vorgehen. 

Ob du nach der Transplantation ein Stirnband tragen musst oder die Behandlung sonstwie erkennbar ist, hängt ebenso von deiner individuellen Behandlung ab. Schwellungen, die auch auf der Stirn und dem Gesicht auftreten können, ist durch Kühlung entgegen zu wirken. Eine Kühlung der Stelle, an die die Haare transplantiert wurden, ist jedoch zu unterlassen.

Bitte beachte, dass nach der Behandlung am selben Tag kein Fahrzeug gelenkt werden darf. 

Arbeitsfähig bist du grundsätzlich bereits am ersten Tag nach der Behandlung, sofern du nicht körperlich arbeitest. Unter körperlicher Arbeit wird jede Tätigkeit verstanden, die eine leichte bis schwere Anstrengung erfordert. 

Wir empfehlen, während der ersten Woche nach der Transplantation keine körperlichen Tätigkeiten vorzunehmen, die eine leichte bis schwere Anstrengung erfordern, und sich keinen extremen Witterungen oder der Sonne auszusetzen. Auch Sauna-, Hallenbad- oder Solariumbesuche sind zu vermeiden. In der ersten Woche nach der Behandlung solltest du zudem mit erhöhtem Oberkörper (z.B. mithilfe eines Nackenkissen) schlafen und dabei jeglichen Druck auf die Implantationszone vermeiden. Hast du Fragen zu einer spezifischen Tätigkeit, helfen wir dir gerne weiter.

Für ein optimales Ergebnis sollte während der gesamten Behandlung die Kopfhaut bestmöglich geschont werden. Insbesondere solltest du das Reiben oder Kratzen der Kopfhaut vermeiden sowie die von uns empfohlenen Shampoos verwenden.

3.3.3   Wie wasche ich die Haare nach der Haartransplantation?

Nach der Haartransplantation sind für das Waschen der Haare und die Pflege deiner Kopfhaut schonende und hochwertige Produkte zu verwenden. Bitte benutze wenn möglich die von deinem behandelnden Arzt empfohlenen Produkte.

Am Tag der Haartransplantation und den ersten beiden Tagen danach darfst du deine Haare nicht waschen oder spülen. Das Waschen der Haare ist grundsätzlich ab dem dritten Tag nach der Behandlung möglich. Bitte beachte dabei folgende Empfehlungen:

  1. Reinige die Haare sanft mit lauwarmem Wasser, indem du das Wasser mit wenig Druck von vorne nach hinten über die Haare fliessen lässt.
  2. Nun tupfst du das Shampoo sorgfältig auf die Implantationsstelle.
  3. Den Kopf danach wieder mit lauwarmem Wasser (wenig Druck) von vorne nach hinten abspülen.

Nach zwölf Tagen kannst du deine Haare wieder normal, jedoch weiterhin unter Anwendung von möglichst wenig Druck, waschen. Dein behandelnder Arzt informiert dich im Detail über das Haarewaschen.

3.3.4   Medikamente nach der Haartransplantation

Durch die Einnahme von Medikamenten kann das Resultat der Haartransplantation unter Umständen verbessert werden. Bitte lass dich von deinem behandelnden Arzt sowie deinem Hausarzt persönlich und umfassend beraten, ob du für die Einnahme von Medikamenten geeignet bist. Insbesondere ist auf die Risiken und Nebenwirkungen sowie allfällige Unverträglichkeiten zu achten.

3.4  Wann ist eine Haartransplantation nicht möglich (Kontraindikationen)?

Eine Haartransplantation kann nicht durchgeführt werden bei:

  • Autoimmunerkrankungen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Hepatitis, HIV, Krebs oder schwerer Diabeteserkrankung
  • Neurodermitis, Schuppenflechten oder akutem Herpes
  • Schwangerschaft
  • Herz-Kreislauf-Krankheiten, unkontrolliertem Bluthochdruck

Eine Haartransplantation wird zudem nicht empfohlen bei sämtlichen akuten oder chronischen Hauterkrankungen im Bereich von Kopfhaut und Gesicht sowie bei kreisrundem Haarausfall.

3.5 Risiken und Nebenwirkungen

Eine Haartransplantation bedeutet einen relativ geringen Eingriff an deinem Körper. Deswegen bleiben in aller Regel auch keine sichtbaren Narben zurück. Die Wahrscheinlichkeit von Allergien, Unverträglichkeitsreaktionen und Infektionen ist gering, sie können aber leider nicht ausgeschlossen werden. In Ausnahmefällen kann es zu einer Verletzung von Nerven, Gefässen oder Organen kommen.

Als weitere mögliche Nebenwirkungen können auf dem Kopf temporär Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, kleinere Blutergüsse, Nachblutungen, Blutkrustenbildung, Taubheit, leichte Schmerzen mit Druckempfindlichkeit und Sensibilisierungsstörungen auftreten. Selten treten Gewebeverhärtungen sowie Entzündungsreaktionen auf. Auch ist es möglich, dass in den Bereichen, wo Haare für die Transplantation entnommen wurden (Haarkranz), vorübergehend Haare ausfallen (Gewebstrauma).

Hast du noch offene Fragen?