Haut

5 Botox-Alternativen gegen Falten

Medical Director Dr. Hans-Georg Dauer

Mai 30, 2022

Lange Zeit galt Botox als das böse B-Wort. Niemand wollte angeblich etwas von dem "Nervengift" wissen. Doch das Blatt hat sich gewendet. Inzwischen sind Botoxbehandlungen in der Hautpflege so selbstverständlich wie Peelings und Anti-Aging-Cremes. Ob gegen Stirnfalten, Knitterfältchen oder Krähenfüsse – mit nahezu jeder Furche nimmt es der Allrounder auf.

Zum Beweis: Allein im Jahr 2020 wurden in Deutschland rund 400.259 Botulinumtoxin-Behandlungen durchgeführt. Doch trotz der wachsenden Beliebtheit ist längst nicht jeder Feuer und Flamme für Botox. Viele ziehen eine sanftere Behandlung von Falten vor. Nur welche Behandlungsformen gibt es eigentlich und welche ist die richtige für mich?

Finden wir es gemeinsam heraus. Hier sind unsere fünf besten Botoxalternativen für eine umwerfend schöne Haut.

Hyaluron statt Botox

Dürfen wir dir die wohl beliebteste Botoxalternative vorstellen? Et voilà, hier ist Hyaluron. Denn nahezu jede moderne Anti-Aging-Creme wirbt inzwischen mit dem Wunderwirkstoff. Doch was ist dran an dem Beauty-Hype? Was macht Hyaluron so besonders?

Hyaluron ist tatsächlich eine kleine Besonderheit in der Anti-Aging-Pflege. Schliesslich handelt es sich hier um einen körpereigenen Wirkstoff. Sprich: Unser Organismus produziert aus eigener Kraft Hyaluron. Denn wer sonst würde unserer Haut ihre Spannkraft und Elastizität spenden?

Gekonnt bindet Hyaluronsäure Wasser und plustert so unsere Haut von innen heraus auf. Sie wird sozusagen natürlich unterpolstert. Es gibt nur ein kleines Problem: Mit dem Alter wird dieser natürliche Aufpolsterungs-Effekt immer schwächer. Jahr für Jahr verlieren wir ein klein wenig mehr Hyaluron und damit ein klein wenig mehr Jugendlichkeit.

Doch müssen wir tatenlos dabei zusehen? Nein, wir können dem Aufpolsterungs-Effekt aktiv unter die Arme greifen. Mit einer Extraportion Hyaluron von aussen bessern wir unseren Teint mühelos auf.

Ob als Creme, Serum oder Unterspritzung – sobald die Hyaluronsäure in unsere Hautschichten eindringt, entfaltet sie ihren Frische-Effekt. Sogleich bindet sie Wasser, polstert die Problemzonen auf und fördert die Kollagenproduktion. So wirkt unser Teint direkt nach der Behandlung wieder sichtbar frischer, wacher und geschmeidiger.

Besonders gross ist der Frische-Effekt, wenn das Hyaluron mit anderen Jungmachern kombiniert wird – zum Beispiel mit Kollagen, Retinol oder Vitamin C. Nicht umsonst kommen bei Cremes, Tinkturen oder Unterspritzungen gleich mehrere wertvolle Anti-Aging-Wirkstoffe zusammen.

Gut zu wissen: Auch unseren Lippen tut Hyaluron gut. Der Wunderwirkstoff vermeidet kleine Knitterfältchen, baut die Lippenränder auf und frischt nebenbei auch noch das Lippenrot auf.

Hyaluron vs. Botox: Wo liegen die Unterschiede?

Bei Hyaluron handelt es sich um ein gelartiges Füllmaterial, das die Problemzonen von innen heraus pusht. Zugleich beschenkt es unsere Haut bei der Faltenbehandlung mit kostbarer Feuchtigkeit.

So gilt Hyaluron als schonende Alternative zu Botox und Facelift. Denn anders als Botox greift es nicht in die Bewegungen unserer Gesichtsmuskulatur ein. Es findet keine Lähmung statt. Unsere Mimik wird nicht beeinflusst.

Ein weiterer Pluspunkt: Kollagen ist meist besser verträglich als Botox-Spritzen. Der Grund: Wir führen uns einen körpereigenen Wirkstoff zu. Unser Organismus ist bestens mit dem Multitalent vertraut. Und je besser er mit einem Inhaltsstoff vertraut ist, desto seltener stösst er ihn ab. Umso seltener treten nach Hyaluron-Behandlungen allergische Reaktionen auf.

Die PRP-Therapie – der natürliche Garant für glatte Haut

Wer sich eine natürliche Anti-Aging-Methode wünscht, liegt mit der PRP-Therapie genau richtig. Denn was gäbe es Natürlicheres als das eigene Blut?

Und genau deshalb schwört die PRP-Behandlung (Vampirlifting) auf Eigenblut. Nicht umsonst nennt sie sich platelet-rich plasma oder plättchenreiches Plasma. Denn genau dieses Plasma gilt als der Jungbrunnen des eigenen Körpers.

Gewonnen wird dieses wertvolle PRP aus einer geringen Menge Eigenblut. Nach der Blutentnahme bereitet es der behandelnde Arzt sorgfältig auf. Denn nur so kann er die kostbaren Blutplättchen (Thrombozyten) von den übrigen Bestandteilen des Blutes absondern.

War die Absonderung erfolgreich, steht der Behandlung nichts mehr im Weg. Gewissenhaft bringt der Mediziner das soeben entnommene PRP mit der Haut in Berührung. Und dafür hat er zwei verschiedene Möglichkeiten.

Entweder injiziert er das flüssige Energiebündel aus Blutplättchen, Proteinen und Wachstumsfaktoren mit feinen Nadeln direkt in die Haut oder er verteilt es mit einem Dermaroller /Dermapen auf der Hautoberfläche. Beide Methoden gelten als äusserst effektiv.

Nachweislich kurbelt das PRP die Kollagenneubildung sowie die Zellregeneration unserer Haut an. Und je eifriger die Kollagenneubildung und die Zellregeneration arbeiten, desto frischer, wacher und glatter wirkt das Hautbild.

Frotox

Kennst du schon das neue Botox? Frotox nennt sich der jüngste Trend der Schönheitschirurgie. Zustande kommt der Begriff durch die beiden Ausdrücke "Botox" und "Freezing".

Das Geheimnis des neusten Anti-Aging-Trends: Die moderne Behandlungsform setzt auf Frotox, auf einen hochwirksamen, flüssigen Stickstoff.

Mit feinen Nadeln injiziert der behandelnde Mediziner das Frotox direkt unter die Haut an den Nerv. Hier entfaltet der Stickstoff nun seine Wirkung. Innerhalb kürzester Zeit kühlt er den Nerv auf bis zu minus 70 Grad ab. Der Patient empfindet die extreme Kälte als ein leichtes Druckgefühl unter der Haut. Schmerzen verspürt er meist allerdings nicht. Zur Sicherheit erhält der Patient vor der Therapie eine lokale Betäubung.

Tritt die extreme Kälte später wieder aus der Haut aus, entspannen sich die Nerven. Und genau durch diese Entspannung werden die Mimikfalten im Teint geglättet. In anderen Worten: Die Furchen und Linien werden auf Eis gelegt.

Die Glättung der Falten ist direkt nach der Anwendung sichtbar. Sogleich wirkt der Teint merklich frischer, vitaler und jünger.

Doch wo liegt nun der grosse Unterschied zu Botox? Ganz einfach: Anders als bei der klassischen Botox-Behandlung wird mit Frotox nicht die gesamte Gesichtsmuskulatur gelähmt, sondern nur der anvisierte Nerv. So bleibt eine Restbewegung erhalten.

Microneedling

In Hollywood ist Microneedling längst auf dem Vormarsch, auch bekannt als Mesotherapie. Doch inzwischen schwappt der Trend der Reichen und Schönen auch in die Schweiz über. Wer sein jugendliches Aussehen ganz ohne OP behalten will, der entscheidet sich für das Microneedling.

Das Prinzip der innovativen Anti-Aging-Methode ist simpel: Die Haut wird mit kleinen Aufsätzen mit winzigen feinen Nadeln behandelt, beziehungsweise verletzt. Richtig gehört, die Haut wird verletzt – und das ganz bewusst. Denn genau durch diese Mikroverletzungen in den oberen Schichten kommt sie in Gang.

Die kleinen Wunden versetzen sie in Alarmbereitschaft: Sie muss etwas tun. Umgehend aktiviert sie ihre Wundheilkräfte. Der wünschenswerte Effekt: Die Produktion von körpereigenem Kollagen nimmt Fahrt auf. Perfekt, jetzt wird die schlaffe Haut mit frischer Elastizität gesegnet. Sie wirkt wieder spürbar lebendiger und jugendlicher.

Gut zu wissen: Microneedling erzielt keinen Sofort-Effekt. Ein wenig Geduld ist gefragt. Die Kollagenproduktion braucht schliesslich ihre Zeit.

Biotulin

Ob Herzogin Kate, Madonna oder die ehemalige First Lady Michelle Obama – sie alle greifen beherzt zu Biotulin. Sogar Modeikone Karl Lagerfeld soll das flüssige Schönheitsgeheimnis regelmässig zur Straffung der Haut in Anspruch genommen haben.

Das Besondere: Biotulin wirkt in Rekordzeit. Schon nach einer Stunde soll der Teint sichtbar straffer und frischer aussehen. Bis zu 24 Stunden lang bleibt uns der Frischekick erhalten. Und wenn wir das Schönheitsgeheimnis der Stars und Sternchen täglich anwenden, schützt es uns sogar vor neuen Fältchen und Linien. Nicht ohne Grund nennen wir das flüssige Multitalent auch gerne das Bio-Botox der Kosmetik.

Das Herzstück des Wundergels ist sein Hauptwirkstoff Spilanthol. Hierbei handelt es sich um ein Lokalanästhetikum. Und genau dieser Extrakt aus der Parakresse führt eine lokale Muskelentspannung herbei. Sprich: Dort, wo wir das Gel auftragen, kommen die Muskelbewegungen temporär zum Stillstand. Nicht umsonst sprechen wir bei Biotulin von einer pseudobotoxartigen Wirkung an der Hautoberfläche.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Wir tragen das Gel einfach auf die Problemzonen auf. Sanft massieren wir die feine Flüssigkeit in Gesicht, Hals und Dekolleté ein und geben ihr reichlich Zeit zum Einwirken. Bestenfalls verwöhnen wir uns zweimal täglich mit dem Bio-Botox – einmal morgens, einmal abends.

Gute Nachrichten: Schon wenige Tropfen Biotulin wirken Wunder. Denn dank ihrer auffällig flüssigen Konsistenz lassen sie sich mühelos mit den Fingerspitzen im gesamten Gesichts-, Hals- und Dekolleté-Bereich verteilen. Und je weniger wir für unsere tägliche Anti-Aging-Behandlung brauchen, desto länger bleibt uns das Bio-Botox erhalten.

Weitere Botox-Alternativen

Biotulin, Hyaluronsäure und Frotox sind nicht die einzigen Beauty Secrets für einen jugendlich-glatten Teint. Die Kosmetikbranche hat noch weitere Wunderwaffen auf Lager. Dürfen wir dir ein paar weitere Botox-Alternativen vorstellen?

Retinol

Kennst du schon den "heiligen Gral" unter den Anti-Aging-Methoden? Noch nicht? Dann wird es höchste Zeit für ein kleines Meet and Greet mit Retinol.

Unter Retinol versteht die moderne Medizin ein Retinoid. Und dieses Retinoid wird synthetisch aus Vitamin A hergestellt.

Für unsere Haut ist Retinol ein Jackpot. Es bring die Kollagenproduktion in Schwung, fördert die Neubildung von Hautzellen und lässt unseren Teint strahlen. Umso mehr verzehrt sie sich nach dem Alleskönner. Ob als Serum oder als Creme – in jeder Form heisst sie Retinol herzlich in ihren Poren willkommen.

Schon gewusst? Unsere Haut produziert auch aus eigener Kraft Retinol. Mit dem Alter allerdings lässt die Produktion Schritt für Schritt nach. Und je weniger Retinol hergestellt wird, desto müder und schlaffer wirkt unser Teint. Es fehlt ihm dieser frische Aufpolsterungs-Effekt. Da kommt synthetisch produziertes Retinol gerade recht. Sorgfältig stockt es die ausgelaugten Retinolvorräte wieder auf – sei es in der Mund- oder Augenpartie.

Vitamin C

Vitamin C ist gesund. Wer hat das als Kind nicht von seinen Eltern zu hören bekommen? Nicht aber nur für unser Immunsystem ist das Wundervitamin unverzichtbar. Auch unsere Haut kann gar nicht genug davon kriegen. Gerade in der Anti-Aging-Pflege spielt es seinen Trumpf aus. Mühelos bringt es unseren müden Teint wieder zum Leuchten.

Doch was stellt Vitamin C mit unserer Haut an? Ganz einfach: Die kleine Geheimwaffe beflügelt die Kollagensynthese, regt essenzielle Regenerationsprozesse an und schützt die Zellen vor ihren grössten Feinden, den freien Radikalen. So darf es sich zurecht als Multitalent der Anti-Aging-Pflege bezeichnen.

Peptide

Sie sind der rising Star unter den Anti-Aging-Produkten – Peptide. Doch was macht die kleinen Eiweiß-Bausteine so einzigartig?

Sie setzen sich aus kurzen Ketten von Aminosäuren zusammen, die wiederum durch Peptidverbindungen aneinander gekoppelt sind. Und genau diese Aminosäuren sind für unseren Körper Gold wert. Sie bringen den Stoffwechsel in Gang, regulieren den Hormonhaushalt und wirken ganz nebenbei wie eine Verjüngungskur für die Haut. Unser Teint macht einen sichtbar frischeren und jugendlicheren Eindruck.

Spilanthol

Ob gegen Krähenfüsse oder Stirnfalten – Spilanthol geht immer. Der natürliche Auszug aus der Parakresse dringt tief in die Haut ein und bügelt unsere Mimikfalten für uns aus – ganz ohne lästige Schwellungen. Sogleich wirken die Falten und Furchen unaufdringlicher. Nicht ohne Grund nennen Experten den hocheffektiven Wirkstoff gerne das natürliche Botox.

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